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Commotio cerebri, Gehirnerschütterung, mildes Schädel-Hirn-Trauma, Kommotionssyndrom Drucken
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 20. März 2007 )

Commotio cerebri, Gehirnerschütterung, mildes Schädel-Hirn-Trauma, Kommotionssyndrom

Stw: Kommotionssyndrom

Inhaltsübersicht

Weitere wichtige Informationen!


Definition - Gehirnerschütterung

Die Commotio cerebri, in der Volkssprache auch Gehirnerschütterung genannt, ist eine akute neuronale (nervenbedingte) Funktionsstörung des Gehirns. Dieser vorübergehende Funktionsausfall des Gehirns äußerst sich durch eine kurze Bewusstlosigkeit. Nach einer Bewusstlosigkeit ist immer eine fachärztliche Untersuchung sinnvoll. Ausgelöst wird die Commotio cerebri durch eine Schädelprellung infolge eines Schlags auf den Kopf oder eines Sturzes. Zwar werden bei einer Gehirnerschütterung auch Nervenzellen durch den Schlag zerstört, das Ausmaß ist jedoch so begrenzt, sodass im Normalfall kein bleibender Schaden entsteht. Hierdurch ausgelöste Schädel-Hirn-Traumen werden nach der Glasgow-Coma-Scale (GCS) werden von Ärzten in verschiedene Schweregrade eingeteilt. Die Hirnerschütterung stellt die mildeste Form des Schädel-Hirn-Traumas dar.

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Ursachen - Gehirnerschütterung

HirnerschuetterungDas Gehirn ist im Innern des Schädels von Hirnflüssigkeit (Liquor) umgeben, die als Puffer dient und das Gehirn vor Schäden bewahrt. Bei Unfällen kommt es zu starken Kräfteeinwirkungen auf das Gehirn, so dass dieses wegen seiner Masse trotz des umgebenden Puffers an den Schädelknochen aufprallen kann. Die meisten Gehirnerschütterungen werden durch einen Aufprall oder eine Kollision verursacht. Entweder man schlägt mit dem Kopf auf oder bekommt einen heftigen Stoß. Bei Erwachsenen rangieren Verkehrsunfälle mit Auto, Motorrad und Fahrrad ganz vorne, bei Kindern und alten Menschen Stürze.


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Beschwerden - Gehirnerschütterung

  • Bei einer Hirnerschütterung kommt es zu einer sofortigen Bewusstseinsstörung. Diese äussert sich meistens in Form eines Bewusstseinsverlustes (Ohnmacht), der einige Minuten bis maximal eine Stunde andauert. Seltener kann es zu einer Bewusstseinsverminderung, einer Art Dämmerzustand, kommen.
  • Die Gedächtnisstörung kann sich über den Zeitraum vor dem Unfall erstrecken, dann spricht man von einer retrograden Amnesie. Betrifft die Gedächtnisstörung den Zeitraum nach dem Unfall, spricht man von einer anterograden Amnesie. Die meisten Patienten erinnern sich nicht an den Unfallablauf, leiden also an einer retrograden Amnesie.
  • Weitere Symptome der Hirnerschütterung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen sowie Kreislaufbeschwerden.
  • Achtung: Neurologische Ausfälle wie z.B. Sehstörungen oder Lähmungen gehören nicht zu einer Hirnerschütterung, sondern weisen auf eine schwerwiegendere Hirnschädigung hin!


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Wann zum Arzt?

Prinzipiell sollte nach jeder Bewusstlosigkeit der Arzt aufgesucht werden!
Wenn folgende Krankheitszeichen vorhanden sind, muss unbedingt ein Arzt konsultiert werden:
  • Wenn die Bewusstlosigkeit mehr als nur ein paar Minuten andauert
  • Wenn kein Kontakt (Kommunikation) mit dem Betroffenen möglich ist
  • Wenn der Betroffene Übelkeit verspürt
  • Wenn der Betroffene über längere Zeit verwirrt ist
  • Wenn die Beschwerden sechs bis zwölf Stunden nach dem Unfall auftreten. Besonders häufig tritt diese Zeitverzögerung bei Kleinkindern auf.


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Diagnostik und Therapie - Gehirnerschütterung

Die Diagnose der Hirnerschütterung wird anhand des Unfallhergangs und der auftretenden Symptome gestellt. Weitere Untersuchungen dienen dem Ausschluss schwererer Hirnschädigungen. Durch Beschreibung des Unfallhergangs kann die Diagnose im Zusammenhang mit den oben genannten Anzeichen gestellt werden. Mit Hilfe der sogenannten Glasgow-Coma-Scale (GCS) beurteilt der Arzt den Bewusstseinsgrad des Patienten. Der Patient erhält für bestimmte Reaktionen wie Augenöffnen, sprachliche Äusserungen und Reaktion auf einen Schmerzreiz eine bestimmte Anzahl von Punkten, welche alle addiert werden. Der bestmöglichste Wert ist 15 Punkte, der schlechteste 3. Von einem leichten Schädel-Hirn-Trauma bzw. einer Hirnerschütterung spricht man bei einem Punktewert von 15 bis 14. Auf die ausführliche körperliche Untersuchung folgt die neurologische Untersuchung, um neurologische Ausfallserscheinungen wie Sehstörungen oder Lähmungen festzustellen. Diese wären bereits ein Hinweis für eine schwerwiegendere Schädigung des Gehirns. Zum Ausschluss einer Schädelfraktur sind Röntgenbilder des Schädels in mehreren Ebenen anzufertigen. Bei einem zusätzlichen Nackenbeugeschmerz muss die Halswirbelsäule geröntgt werden, um eine Fraktur oder Verschiebung der Wirbelkörper auszuschliessen. Zum Ausschluss eines schwereren Schädel-Hirn-Traumas oder einer in der Folge aufgetretenen Hirnblutung kann ein CT oder MRI dienen.

Therapie

  • In den meisten Fällen kann die Gehirnerschütterung durch Bettruhe und Schlaf gut behandelt werden.
  • Jedoch sollte jede Gehirnerschütterung 24 Stunden überwacht werden, um andere und schwerere Hirnverletzungen auszuschließen.
  • Schmerzen, Schwindel, Übelkeit werden mit entsprechenden Medikamenten behandelt. Auf einen ausreichenden Flüssigkeitsausgleich sollte bei Erbrechen geachtet werden.


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Komplikationen - Gehirnerschütterung

  • Normalerweise heilt eine Hirnerschütterung vollständig aus. Die Gedächtnislücken, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen bilden sich innerhalb weniger Tage zurück.
  • In wenigen Fällen kommt es im Anschluss an die Hirnerschütterung zu einem chronischen posttraumatischen Syndrom (postkommotionellen Syndrom), das häufig durch Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Angst und depressive Verstimmung gekennzeichnet ist. Davon sind Patienten, die bereits einmal ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten haben oder allgemein eher zu Kopfschmerzen oder depressiver Verstimmung neigen, häufiger betroffen.


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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

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