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Wirbelkörpergelenkssyndrom (Facettensyndrom) - Funktionelle Störungen der Wirbelgelenke |
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Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 16. September 2007 )
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Wirbelkörpergelenkssyndrom (Facettensyndrom) - Funktionelle Störungen der Wirbelgelenke (Blockierung)
Definition - Wirbelkörpergelenkssyndrom
Das Wirbelkörpergelenkssyndrom ist eine relativ häufige Erkrankung der Wirbelsäule, die auch junge Patienten treffen kann. Das Wirbelkörpergelenkssyndrom gehört zu den degenerativen (verschleißbedingten) Erkrankungen der Wirbelsäule und wird deshalb häufig auch als Spondylarthrose (Spondyl = Wirbel; Arthrose = Gelenksverschleiß) bezeichnet.
Ganz allgemein gesprochen äußert sich das Facettensyndrom durch Schmerzen im Bereich des Rückens, aber nicht jeder Rückenschmerz ist ein Facettensyndrom, so dass eine eingehende Diagnostik unerlässlich ist, zumal Bandscheibenprobleme (Bandscheibenprotrusion, Bandscheibenprolaps) ähnliche Beschwerden hervorrufen können.
Die Ursachen für ein Wirbelkörpergelenkssyndrom sind häufig eine Fehl- und Überlastung des Wirbelsäule, eine Erkrankung der Bandscheiben, eine nicht stabile und/oder verformte Wirbelsäule, eine rheumatische Erkrankung, Übergewicht sowie eine Schäche der Rückenmukulatur.
Eine in einem bestimmten Wirbelsäulenabschnitt verschleißbedingte Fehlfunktion nennt man segmentale artikuläre (=zu einem Gelenk gehörende) Dysfunktionen (=funktionelle Störungen). Betroffen von der Erkrankung kann jeder Bereich der Wirbelsäule sein; von der Hals-/Kopfregion bis zum Kreuzdarmbeingelenk (Iliosakralgelenk, Iliosakralfugen) mit Blockierungen (=Minderbeweglichkeit) der Wirbelgelenke und des umgebenden Bandapparates.
Beschwerden:
Je nach Ort des Geschehes treten typischerweise folgende Beschwerden auf:
- Ist die Halswirbelsäule betroffen, kann es neben den Schmerzen in diesem Bereich auch zu ausstrahlenden Schmerzen in der Schulter bzw. Schulterblättern und Armen kommen.
- Tiefsitzender Rückenschmerz (Lumbago), der vor allem bei Belastung und im Tagesverlauf zunimmt und sich im Liegen bessert. Dabei kommt es zu einem schlecht zu beschreibenden, dumpfen Schmerz.
- Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule mit morgendlichem Steifheitsgefühl.
- Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das Gesäß, die Leiste und/oder die Beine, wobei der Schmerz nur selten bis über die Kniegelenksregion ausstrahlt und keiner Nervenwurzel zuzuordnen ist.
- Schmerzverstärkung beim Rückbeugen des Rumpfes.
- Gefühlsstörungen (Mindergefühl = Hypästhesie) oder Missempfindungsstörungen (Parästhesien) der Beine können vorkommen (z.B. Brennen, Ameisenlaufen, Kältegefühl), sind aber eher selten.
- Muskelverspannungen.
Untersuchung, Diagnostik und Therapie
Die Beschwerden, die durch ein Wirbelkörpergelenkssyndrom (Facettensyndrom) hervorgerufen werden können, sind sehr vielfältig und können durch zahlreiche Krankheiten verursacht werden. Das macht die Diagnose eines Facettensyndroms so schwierig. Da es sich um eine degenerative Erkrankung handelt, spielen für das Schmerzgeschehen meistens auch andere Erkrankungen, beispielsweise der Bandscheiben, Muskeln oder Bänder eine Rolle.
Die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine ausführliche körperliche Untersuchung sind von großer Wichtigkeit. In vielen Fällen kann der Arzt dabei die Verdachtsdiagnose stellt. Diese muss jedoch gegebenenfalls durch Labor und bildgebende Untersuchungen erhärtet werden.
Therapie
- Die Behandlung beginnt in der Regel mit einer konservativen Therapie und physiotherapeutische Behandlung. Zur Schmerzlinderung werden Schmerzmittel und Präparate zur Muskelentspannung verabreicht. Sie dienen auch dazu, den Schmerzkreislauf, der durch reaktive Muskelverspannungen entstehen kann, zu unterbrechen. Die physiotherapeutischen Maßnahmen zielen vorwiegend auf eine Kräftigung der Rückenmuskulatur ab.
- Jedenfalls ist eine Überprüfung der Lebensgewohnheiten der Betroffenen und gegebenenfalls eine Modifikation des Lebensstill (Privat und Beruf) sind wichtige therapiebegleitende Maßnahmen.
- Sollten die konservativen Maßnahmen und physiotherapeutischen Behandlungen nach längerer Anwendung nicht den entsprechenden Erfolg bringen, kann eine radiologisch interventionelle Therapie für eine Schmerzlinderung bzw. Schmerzbefreiung sorgen.
- Jedenfalls ist eine Überprüfung der Lebensgewohnheiten der Betroffenen und gegebenenfalls eine Modifikation des Lebensstill (Privat und Beruf) sind wichtige therapiebegleitende Maßnahmen.
Alle Rückenschmerzen - medHELP GUIDE´s
WIRBELSÄULEN- und RÜCKEN-ERKRANKUNGEN
Wichtiger Hinweis:
Die angebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung
und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.
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