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Blutbild (kleines / großes Blutbild, Differenzialblutbild) |
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 16. Dezember 2006 )
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Blutbild (kleines / großes Blutbild, Differenzialblutbild)
Ärztinnen, Ärzte eingetragen bei medHELP (STW: Blutbild):
Durchführung:Das zu untersuchende Blut wird meist aus einer Vene des Unterarms entnommen. Der kleine Einstich (Punktion) ist in der Regel harmlos und verursacht keine Probleme.
Nach Blutentnahmen ist meist außer einem kleinen Pflaster keine weitere Nachbehandlung notwendig.
Beschreibung:Mit dem Blutbild wird die Zusammensetzung des Blutes durch labortechnische Verfahren untersucht und aufgeführt. Viele Krankheiten führen zu typischen Veränderungen des Blutbildes. Daher ist diese Art der Blutuntersuchung eine besonders häufig durchgeführte Methode zur Krankheitserkennung. Das Blutbild enthält Angaben über Anzahl und Qualität der Blutzellen. Ebenso wird das Verhältnis zwischen festen und flüssigen Blutbestandteilen ermittelt. Unter dem Mikroskop können Bau und Gestalt der Blutzellen betrachtet und so z. B. ihr Reifungsgrad und Alter bestimmt werden. Im so genannten Differenzialblutbild werden mittels dieser Technik die weißen Blutzellen in die einzelnen Leukozytengruppen unterteilt. Über einen Vergleich mit den Werten einer gesunden, normalen Blutzusammensetzung kann beurteilt werden, ob eventuell Abweichungen auf eine Krankheit hinweisen.
Kleines Blutbild:
Bestimmt werden insbesondere:
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Roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und roter Blutfarbstoff (Hämoglobin)Die roten Blutzellen häufig auch rote Blutkörperchen genannt, enthalten den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, mit dessen Hilfe sie Sauerstoff von der Lunge zu allen Körpergeweben (z.B. den Muskeln oder den Organen) transportieren. In den Körpergeweben wird der Sauerstoff zur Energiegewinnung verbraucht. Dabei entsteht Kohlendioxid als Abfallprodukt, welches von den roten Blutkörperchen wieder zurück zur Lunge transportiert und abgeatmet wird.
Ein Zuviel an roten Blutkörperchen kann auf eine Störung der Blutkörperchenbildung oder eine Herz- und Lungenerkrankung hinweisen. Ihre verringerte Zahl und (damit einhergehend) ein niedriger Hämoglobinwert weisen auf eine Blutarmut (Anämie) hin, die sehr unterschiedliche Ursachen haben kann. Die häufigste Anämieform ist die Eisenmangelanämie. Ein niedriger Hämoglobinwert und damit eine verringerte Anzahl roter Blutkörperchen kann auch ein Hinweis auf eine innere Blutung sein.
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Anteil der Blutzellen im Verhältnis am Gesamtblut (Hämatokrit)Der Hämatokrit umfasst den Anteil, den die roten und weißen Blutkörperchen sowie die Blutblättchen zusammen am Gesamtblut ausmachen. Dem gegenüber stehen die flüssigen Bestandteile des Blutes (Plasma). Ist das Verhältnis von Blutzellen und Blutplasma gestört, muss geklärt werden, ob das Ungleichgewicht auf ein Zuviel an Blutzellen oder ein Zuwenig an Blutplasma zurückgeht.
Das Blutplasma, das mehr als die Hälfte des Blutvolumens ausmacht, besteht zu über 90 % aus Wasser. Darin gelöst sind eine Vielzahl weiterer Substanzen wie z. B Salze, Eiweißstoffe, Hormone, Fette, Zucker, Mineralstoffe oder Vitamine, die allesamt lebenswichtige Aufgaben haben.
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Weiße Blutkörperchen (Leukozyten)Weiße Blutkörperchen sind in weitaus geringerer Zahl enthalten als die roten Blutkörperchen. Sie werden unterteilt in Lymphozyten, Monozyten, Neutrophile, Eosinophile und Basophile. Als ein Teil unseres Immunsystems haben sie die Hauptaufgabe, unseren Körper vor Krankheitskeimen und Schadstoffen zu schützen.
Bei einer erhöhten Anzahl der weißen Blutkörperchen ist das Immunsystem meist mit der Bekämpfung einer Infektion befasst. Zahlreiche weitere Ursachen sind möglich, darunter schwere Schockzustände, Vergiftungen, Gewebezerfall oder Blutkrebs (Leukämie). Eine verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen ist häufig die Folge von Chemotherapien zur Behandlung von Tumorerkrankungen.
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Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten)Die Blutplättchen sind eher Zellbruchstücke als ganze Zellen. Sie sind viel kleiner als die roten und weißen Blutzellen, haben aber eine ebenso wichtige Aufgabe: Sie sorgen dafür, dass Blutungen gestoppt werden und spielen eine bedeutende Rolle bei der Blutgerinnung.
Eine erniedrigte Blutplättchenanzahl kann darauf hinweisen, dass ihre Produktion im Knochenmark gestört ist. Eine erhöhte Anzahl tritt nicht selten als Folge einer Verletzung der Milz auf.
Große Blutbild (Differentialbultbild)Zusätzlich zum kleinen Blutbild werden die unterschiedlichen Gruppen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) unter die Lupe genommen.
Man unterscheidet drei Hauptgruppen (Granulozyten, Monozyten, Lymphozyten) von weißen Blutkörperchen. Alle drei teilen sich ihrerseits in weitere Untergruppen auf.
Erhöhte Granulozyten-Werte lassen meist auf eine Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheitserreger oder Fremdstoffe schließen. Verminderte Werte können unter anderem ein Hinweis auf eine gestörte Zellproduktion im Knochenmark oder eine schwere Autoimmunerkrankung sein. Darüber hinaus kann auch die Bestimmung der Anzahl an Monozyten und Lymphozyten oft wichtige Hinweise auf die Art und das Ausmaß einer Infektion oder Erkrankung geben.
Wichtiger Hinweis:
Das Ergebnis einer diagnostischen Untersuchung kann nur von einem Arzt oder Ärztin bewertet werden. Sowohl unauffällige, alsauch von der Norm abweichende Befunde haben nur Bedeutung im Zusammenhang aller Erkenntnisse die Ihr Arzt über Ihren Gesundheitszustand gewinnen konnte.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Bei allen diagnostischen Befundergebnissen können nur Ärzte die richtigen Schlüsse daraus ziehen und werden Ihnen diese genau erklären.
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