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Anamnese - Familienanamnese, Krankheiten-Vorgeschichte, aktuelles Befinden |
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 3. September 2007 )
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Anamnese - Familienanamnese, Krankheiten-Vorgeschichte, aktuelles BefindenSTW: Anamnese
Die Anamnese ist die Voraussetzung für die allgemeine Untersuchung des Patienten.
Der Arzt kann sich im Vorfeld der Untersuchung ein Bild von dem Patienten machen, um dann anschließend bei der allgemeinen körperlichen Untersuchung gezielter und orientierter vorzugehen. Abgesehen davon schafft die Anamnese eine gewisse Vertrauensbasis zwischen Arzt und Patient. Informationen, wie sich der Patient für den Arztbesuch vorbereiten soll, erhalten Sie auch auf unserem Leitfaden für den Arztbesuch (Patient/Arztgespräch)
- Der Arzt fragt dabei nach dem aktuellen Befinden und dem Krankheitsverlauf, beispielsweise auch nach aktuellen Beschwerden, die unter Umständen bereits zum Arztbesuch geführt haben.
- Festgestellt wird, ob möglicherweise ein Zusammenhang zwischen den Beschwerden und einer bestimmten körperlichen Tätigkeit besteht oder ob die Beschwerden nur bei Belastung oder auch in Ruhesituationen auftreten.
- Sind Schmerzen vorhanden, wird nach Dauer, Lokalisation, Ausstrahlung, Verlauf (kolikartig oder kontinuierlich), Schmerzcharakter (zum Beispiel stechend, dumpf oder brennend) und Intensität gefragt.
- Der Arzt erkundigt sich nach früheren Erkrankungen, Operationen und anderen aktuellen Beschwerden des Patienten.
- Gefragt wird auch nach Risikoerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetes mellitus.
- Äußerst wichtig ist auch die Familienanamnese bezüglich Krankheiten und Todesursachen.
- Es folgt die vegetative Anamnese mit der Frage nach Appetit, Durst, Gewichtsverlauf, Husten, Auswurf, Stuhlfrequenz, -beschaffenheit und -farbe.
- Des Weiteren wird nach Fieber, Schweiß, Nachtschweiß, Schlafstörungen, Schwindel und Kopfschmerzen gefragt.
- Ebenso sollte eine Sexualanamnese erhoben werden.
- Abzuklären sind Allergien, Medikamenteneinnahme, Genussmittelanamnese (Alkohol, Nikotin und Drogen).
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Frage nach einer eventuellen Selbstbehandlung des Patienten, unter anderem auch die Einnahme von pflanzlichen Produkten.
- Auch die soziale Anamnese, die Informationen über Beruf, Freizeit, Bezugspersonen und ggf. häusliche Versorgung und Hilfen, ist für die Aufdeckung einer Krankheit wichtig.
In diesem Zusammenhang sollte auch der psychische Zustand eines Patienten abgeklärt werden. Psychische Faktoren können sich auf das körperliche Wohlbefinden auswirken.
Gibt das anamnestische Gespräch zwischen Arzt und Patient keinen Hinweis auf das Bestehen einer Krankheit, so wird dennoch eine allgemeine körperliche Untersuchung durchgeführt, um Zweifel auszuräumen. Ein offenes und zwangsfreies Gespräch gibt dem Arzt erste wichtige Hinweise auf die zugrunde liegende Erkrankung, die schon im Vorfeld die Weichen für das weitere diagnostische Vorgehen bzw. Therapie stellt.
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