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Magenspiegelung - Gastroskopie |
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Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 28. Februar 2008 )
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Magenspiegelung - Gastroskopie (Magen-Darm-Spiegelung; Ösophago-Gastro-Duodenoskopie; ÖGD)
Wer führt die Gastroskopie durch:medHELP GUIDE - zu den Ärztinnen / Ärzten / Zentren
Indikation (weshalb diese Untersuchung empfohlen wird):Oft machen ungeklärte Oberbauchschmerzen oder Schluckstörungen eine Magenspiegelung notwendig. Das gilt ebenso für anhaltende Übelkeit, Appetitlosigkeit, ungewollten Gewichtsverlust, Bluterbrechen und schwarz gefärbten Stuhlgang (Teerstuhl). Gastroskopien dienen außerdem der Kontrolle einer chronischen Magenschleimhautentzündung oder von Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren.
Folgenden Krankheiten und Befunde lassen sich häufig bei einer Magenspiegelung feststellen:
Was ist eine Gastroskopie:Der Ausdruck Gastroskopie bedeutet „in den Magen schauen“. Die Untersuchung wird von einem Facharzt mit einem Instrument, dem Gastroskop, durchgeführt.
Bei einer Magenspiegelung können nicht nur der Magen (Gaster), sondern auch die Speiseröhre (Ösophagus) und der Zwölffingerdarm (Duodenum) direkt in Augenschein genommen werden. In der Fachsprache wird die Magenspiegelung deshalb auch Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) genannt. Der Zwölffingerdarm schließt unmittelbar an den Magenausgang an.
Für die Untersuchung wird ein biegsamer, etwa ein Zentimeter dünner Kunststoffschlauch (Gastroskop) in den Rachen eingeführt. Im Innern des Gastroskops verlaufen mehrere Arbeitskanäle. Durch einen werden Bilder aus dem Körperinneren übertragen, die ein optisches System mit Lichtquelle am Kopf des Gastroskops aufnimmt. Durch die anderen können verschiedene Instrumente eingeführt werden, etwa um Gewebeproben zu entnehmen.
Eine Magenspiegelung wird meist ambulant durchgeführt. In manchen Fällen kann auch ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus notwendig sein.
Eine Gastroskopie tut im Allgemeinen nicht weh und dauert etwa fünfzehn Minuten. Es kann gelegentlich ein Würgereiz ausgelöst werden. Möglich ist auch, dass die eingeblasene Luft nicht vollständig abgesaugt werden kann und es für kurze Zeit zu Völlegefühl, Blähungen und Aufstoßen kommt.
Die Risiken sind äußerst gering. Ihr Arzt wird sie hierüber aufklären.
Vorbereitung:
- Bitte informieren sie den untersuchenden Arzt über Medikamente, welche sie einnehmen, insbesondere gerinnungshemmende Mittel. Setzen sie ihn auch in Kenntnis über allfällige Allergien und bestehende Krankheiten.
- Unmittelbar vor einer Magenspiegelung dürfen Patienten mindestens sechs Stunden lang nichts essen. Anderenfalls wäre nicht nur der Blick auf die Magenschleimhäute versperrt. Es bestünde auch die Gefahr, dass Speisereste erbrochen werden.
- Um den Würgereiz beim Einführen des Gastroskops zu unterdrücken, kann der Rachen mit einem Spray betäubt werden. Darüber hinaus ist es möglich, ein Beruhigungsmittel zu erhalten, damit die Untersuchung ohne Komplikationen verlaufen kann.
Untersuchungsablauf:Wenn alle Vorbereitungen getroffen sind, legen sich die Patienten bequem auf der Untersuchungsliege auf die linke Körperseite. Sodann wird das Gastroskop durch den Mund in die Speiseröhre vorgeschoben. Es geht leichter, wenn die Patienten dabei auf Aufforderung schlucken können, doch dies ist keine Voraussetzung.
Während der Schlauch weiter zum Magen und dem Zwölffingerdarm vorgeschoben wird, brauchen die Patienten sich nur darauf zu konzentrieren, gleichmäßig zu atmen. Der Speichel fließt aus ihrem Mund heraus und wird aufgefangen. Unterdessen bläst der Arzt behutsam Luft in den Magen ein, der sich dadurch ein wenig aufbläht und leichter begutachten lässt.
Falls erforderlich, werden nun Gewebeproben entnommen oder kleinere Wucherungen abgetragen, was keine Schmerzen verursacht. Anschließend wird das Gastroskop herausgezogen und die Luft wieder abgesaugt.
Nach der Untersuchung:Der Arzt wird sie nach der Untersuchung über den Befund aufklären und ihnen Empfehlungen für das weitere Vorgehen machen.
Gelegentlich können in den ersten 24 Stunden geringere harmlose Beschwerden auftreten, wie rauer Hals, Blähungen und geringe Bauchkrämpfe
Falls sie während der Untersuchung entspannende Medikamente erhalten haben, werden sie noch eine gewisse Zeit überwacht und dürfen nach der Entlassung am gleichen Tag kein Fahrzeug führen sowie keinerlei gefährlichen Arbeiten (z. Bsp. an Maschinen oder auf Baugerüsten) vornehmen.
Wichtiger Hinweis:
Das Ergebnis einer diagnostischen Untersuchung kann nur von einem Arzt oder Ärztin bewertet werden. Sowohl unauffällige, alsauch von der Norm abweichende Befunde haben nur Bedeutung im Zusammenhang aller Erkenntnisse die Ihr Arzt über Ihren Gesundheitszustand gewinnen konnte.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Bei allen diagnostischen Befundergebnissen können nur Ärzte die richtigen Schlüsse daraus ziehen und werden Ihnen diese genau erklären.
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