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Hepatitis - Leberentzündung Drucken
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Januar 2007 )

Hepatitis (Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C - Virus) - Leberentzündung

STW: Hepatitis

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Eine Hepatitis kann verschiedene Ursachen haben. Sie kann durch Giftstoffe und insbesondere durch Alkohol ausgelöst werden. Die Hauptursache dürften jedoch Infektionen durch Viren sein. Abhängig vom jeweiligen Krankheitsverlauf und vom Virustyp, der der Infektion zugrunde liegt, unterscheidet man verschiedene Krankheitsformen, die Hepatitis A, B, C, D, E, F oder G.

Die Hepatitisviren A, B und C haben weltweit die größte Bedeutung.

Inhaltsübersicht



Hepatitis A:

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus (HAV) verursachte Entzündung der Leber, die meist durch einen akuten Verlauf gekennzeichnet ist, aber in der Regel keine bleibende Erkrankung darstellt. In Regionen mit mangelhaften hygienischen Verhältnissen ist Hepatitis A häufig.

Häufige Ursachen:

Die Übertragung des Virus erfolgt auf fäkal-oralem Weg, das heißt über den Stuhl infizierter Personen oder über mit Fäkalien infizierte Lebensmittel oder Trinkwasser, so etwa rohe oder ungenügend gegarte Fleisch-/Fischprodukte und Meeresfrüchte, Eiswürfel, nicht abgekochtes Wasser, aber auch Milchprodukte (z.B. Speiseeis) sowie ungeschältes Obst und Gemüse. Eine Infektion über Blut und Blutprodukte ist möglich, aber sehr selten.

Ein Impfschutz ist möglich.

Symptome:

  • Magen-Darm-Beschwerden und Müdigkeit.
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfällen, Dunkelfärbung des Urins und Fieber.
  • Druckschmerz im rechten Oberbauch.

Komplikationen:

  • Im Allgemeinen verläuft die Erkrankung mild und heilt aus.
  • Extrem schwer verlaufende Hepatitis-A-Infektionen kommen selten vor. Dabei kann es auch zu einem Leberkoma kommen. Der Anteil an tödlichen Ausgängen liegt bei weniger als einem Prozent der Erkrankungsfälle.
  • Chronische Verlaufsformen einer Hepatitis-A-Infektion sind nicht bekannt.
  • Eine durchgemachte Infektion hinterlässt eine lebenslange Immunität.
  • Eine Immunität auf dem Boden einer Impfung gewährt etwa zehn Jahre Schutz vor der Infektion.

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Hepatitis B und Hepatitis D:

Hepatitis B ist eine durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursachte Entzündung der Leber, bei der von der Ansteckung bis zum Ausbruch eine relativ lange Zeit von einem bis zu sechs Monaten vergeht. Die Hepatitis B verläuft meist schwerer als die Hepatitis A und heilt nicht so rasch aus wie diese. Vielfach entwickelt sich eine akute Leberentzündung mit Symptomen, die denen der Hepatitis A sehr ähnlich sind.
Gleichzeitig mit einer Hepatitis B-Infektion kann eine Infektion mit dem Hepatitis-D-Virus erfolgen, das ein inkomplett vorliegendes Virus ist, das sich nur in Gegenwart des B-Virus vermehren kann. Meist geschieht eine Ansteckung mit Hepatitis D während einer chronischen Hepatitis B. Diese so genannte Zweitinfektion (Superinfektion) verschlimmert üblicherweise den Krankheitsverlauf. Da der Hepatitis D-Virus sich nur in Gegenwart des Hepatitis B-Virus vermehren kann, schützt eine Hepatitis B-Impfung gleichzeitig indirekt gegen Hepatitis D.

Häufige Ursachen:

  • Die Hepatitis B kann prinzipiell durch alle Körperflüssigkeiten übertragen werden, besonders aber durch Blut und Sperma.
  • Dasselbe gilt auch für den Infektionsweg der Hepatitis D. Allerdings ist eine Ansteckung mit dem Hepatitis D-Virus nur möglich bei gleichzeitiger Infektion mit dem B-Virus als so genannte Co-Infektion oder aber bei schon bestehender Hepatitis B.
  • Die Gefahr der Übertragung kann, abgesehen von den klassischen Wegen, wie ungeschützter Geschlechtsverkehr und Blutübertragung, bei den unterschiedlichsten Situationen bestehen: Dialyse, Nadeltausch bei Drogenabhängigen, Tätowierung, Akupunktur, Piercing, Maniküre, Pediküre, Rasur oder beim Friseur. Bei der Hepatitis D scheint die sexuelle Übertragung weniger relevant zu sein, der Blutkontakt (vor allem bei Drogenabhängigen) stellt hier den entscheidenden Weg dar.
  • Es genügen bereits mikroskopisch kleine Hautverletzungen, durch die der Erreger in die Blutbahn gelangen kann.
  • Eine Ansteckung von der Mutter auf das Kind kann während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder beim Stillen stattfinden.

Ein Impfschutz gegen Hepatitis B (damit kann man auch nicht an Hepatitis D erkranken) ist möglich.

Symptome:

  • Magen-Darm-Beschwerden und Müdigkeit.
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfällen und haben einen Widerwillen gegen sehr fettige Lebensmittel, eventuell auch gegen Nikotin und Alkohol.
  • Oft treten zusätzlich Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber auf.
  • Etwa die Hälfte der Patienten entwickelt einen so genannten Ikterus (Gelbsucht = Gelbfärbung der Haut).
  • Die Leber ist oft vergrößert und reagiert schmerzhaft auf Druck.

Komplikationen:

  • Im Erwachsenenalter enden etwa fünf bis zehn Prozent der Hepatitis B-Erkrankungen in einem chronischen Stadium, während im Kindesalter bis zur Hälfte aller Fälle chronisch verlaufen. Bei Säuglingen nimmt die Krankheit sogar in 80 bis 90 Prozent der Fälle einen chronischen Verlauf.
  • Eine chronische Hepatitis B zu haben bedeutet, dass der Krankheitserreger im Körper verbleibt und nach Jahren oder Jahrzehnten eine Schädigung der Leber mit Leberzirrhose und seltener auch Leberkrebs auslösen kann.
  • Ein weiteres Komplikationsrisiko ist eine zusätzliche Infektion mit dem Hepatitis D-Virus, die zu schweren Verläufen mit hoher Letalität führen kann. Weltweit sind fünf Prozent der Menschen, die unter Hepatitis B leiden, auch mit dem Hepatitis D-Virus infiziert.


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Hepatitis C:

Hepatitis C ist eine durch das Hepatitis-C-Virus (HCV) verursachte Entzündung der Leber, die in erster Linie über das Blut übertragen wird. Nur selten kann das körpereigene Immunsystem Hepatitis-C-Viren erfolgreich bekämpfen. Bei der Mehrzahl der Erkrankten kommt es daher zu einer chronischen Hepatitis C, d. h. einer dauerhaften Leberentzündung.
Da die chronische Hepatitis C schleichend verläuft, wird angenommen, dass viele Menschen gar nichts von ihrer Infektion wissen.
Eine frühzeitige Erkennung der Erkrankung ist jedoch wichtig, um durch geeignete Therapiemaßnahmen die fortschreitende Schädigung der Leber zu stoppen.

Häufige Ursachen:

Der Hauptübertragungsweg des Hepatitis-C-Virus erfolgt über das Blut oder Blutprodukte. Bluter und Dialysepatienten sind einem erhöhten Hepatitis-C-Risiko ausgesetzt
Da HCV außerhalb des Körpers eine begrenzte Zeit überleben, besteht eine Reihe von Möglichkeiten, wie infizierte Blutreste in den Körper eines anderen Menschen gelangen können. Hierzu zählt der Umgang mit Gegenständen wie Scheren, Rasiermessern oder Zahnbürsten, bei deren Benutzung kleine Verletzungen entstehen können. Menschen, die beruflich mit dem Blut anderer in Kontakt kommen (Krankenhauspersonal) sind ebenfalls einem erhöhtem Risiko einer Hepatitis-C-Infektion ausgesetzt.
Im Gegensatz zur Hepatitis-B-Infektion ist das Übertragungsrisiko für Hepatitis C beim Geschlechtsverkehr allerdings äußerst gering.

Symptome:

  • Die Symptome sind wenig ausgeprägt und werden zunächst nicht bemerkt. Die meisten Patienten klagen über allgemeine Krankheitssymptome, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit und leichte Magen- Darmbeschwerden.
  • Nur bei wenigen Menschen kommt es in dieser Zeit zu eindeutigen Hepatitissymptomen wie Gelbfärbung der Haut.

Komplikationen:

  • Etwa achtzig Prozent der Hepatitis-C-Infektionen werden chronisch.
  • Im Langzeitverlauf von bis zu zwanzig Jahren entwickeln etwa zwanzig bis dreißig Prozent der Patienten eine Leberzirrhose - eine bindegewebige Verhärtung und Verkleinerung des Organs.
  • Bis zu 25 Jahre nach der Ansteckung tritt gehäuft Leberkrebs auf. Wissenschaftler glauben, dass etwa zwanzig Prozent aller Betroffenen lebensbedrohliche Leber-Zustände entwickeln werden.

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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
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