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Blinddarmentzündung - Appendizitis, akute Blinddarmentzündung, Blinddarmdurchbruch |
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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 10. Januar 2007 )
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Blinddarmentzündung - Appendizitis, akute Blinddarmentzündung, Blinddarmdurchbruch
STW: Appendizitis
Die Appendizitis ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes. Sie kann vielfältige Ursachen haben. Die Patienten leiden unter Schmerzen und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl. Die Diagnose der Erkrankung kann anhand charakteristischer Zeichen häufig bereits anhand der Untersuchung des Patienten durch den Arzt gestellt werden.
Durch ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung können Komplikationen vermieden werden.
Ursachen:
- Häufigste Ursache für eine Appendizitis
ist die Verlegung der Appendixöffnung beispielsweise durch Kotsteine, schwer verdauliche Nahrungsbestandteile oder durch einen Wurmbefall.
- Die Blinddarmentzündung kann auch durch eine allgemeine bakterielle Darmentzündung entstehen oder durch Keime, die über den Blutweg in die Appendix gelangen (beispielsweise bei Scharlach).
- Eine chronische Appendizitis findet sich häufig bei abwehrgeschwächten Menschen, wie zum Beispiel bei Diabetikern.
Symptome:
- Schmerzen in der Umgebung des Bauchnabels sowie in der Magengegend, die sich jedoch innerhalb weniger Stunden in den rechten Unterbauch verlagern.
- Übt der Arzt vorsichtig mit der Hand Druck auf die Bauchdecke über dem rechten Unterbauch aus, kommt es zur Abwehrspannung.
- Besteht für die gesamte Bauchwand eine Abwehrspannung, ist dies ein Hinweis auf eine Peritonitis, also Ausdehnung der Entzündung auf das Bauchfell.
- Neben den Schmerzen leiden die Patienten unter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und sehr oft auch unter Stuhlverhalten.
- Die Körpertemperatur steigt, die Betroffenen haben häufig einen beschleunigten Puls.
Komplikationen:
- Eine chronische Appendizitis wird selten erkannt. Sie ist zwar nicht so gefährlich wie die akute Form, führt aber auf lange Sicht zu Verwachsungen. Diese können dann schließlich das Auftreten einer akuten Blinddarmentzündung begünstigen.
- Bei einer akuten Appendizitis, die nicht rechtzeitig erkannt wird, besteht die Gefahr, dass der Wurmfortsatz in die Bauchhöhle durchbrechen kann (Perforation). Dies bedeutet, dass in der Wand des Wurmfortsatzes aufgrund entzündlicher Prozesse ein Loch entstehen und sich auf diesem Wege eine Entzündung des Bauchfells (Peritonitis) in Folge einer Erregerausbreitung entwickeln kann. Eventuell kann es nach diesem Durchbruch zu einer kurzzeitigen Schmerzerleichterung kommen, woraufhin allerdings die Beschwerden sehr schnell wiederkehren und sich verstärken.
Leitsymptome für eine Bauchfellentzündung sind akute, starke Schmerzen im Bauchraum und eine Abwehrspannung der gesamten Bauchdecke. Der Kranke nimmt eine Schonhaltung ein und versucht Bewegungen zu vermeiden, weil diese sonst zu einer Schmerzverstärkung führen.
Im weiteren Verlauf kann sich ein Kreislaufversagen mit Blutdruckabfall und Pulsanstieg einstellen.
Eine Bauchfellentzündung ist eine lebensbedrohliche Situation, die eine sofortige Behandlung auf der Intensivstation erforderlich macht.
- Außerdem besteht das Risiko, dass sich Abszesse (begrenzte Eiteransammlungen in einem durch Gewebeeinschmelzung entstandenen Gewebehohlraum) in der Bauchhöhle bilden, die dann im gesamten Bauchraum lokalisiert sein können.
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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung
und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.
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