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Morbus Crohn - chronische entzündliche Dünndarmerkrankung |
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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 15. Mai 2007 )
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Morbus Crohn - chronische entzündliche Darmerkrankung
STW: Crohn, Zusatz-Stw: Verdauungssystem_76
Bei medHELP registrierte Ärztinnen, Ärzte und Zentren
- Ärztinnen,
Ärzte und Zentren - Hier werden ausschließlich Ärzte oder Zentren
aufgelistet, die nach eigenen Angaben, klassischerweise, die Diagnose zur
beschriebenen Erkrankung stellen und/oder die Behandlung bzw. Nachbehandlung
durchführen.
- Ärztinnen,
Ärzte und Spezialisten für Krankheitsvorbeugung, Therapieergänzung und
Therapiebegleitung - Hier werden ausschließlich Ärzte (z.B.
Ernährungsmedizin), Spezialisten (z.B. Diaetologen) oder Zentren aufgelistet,
die nach eigenen Angaben, krankheitvorbeugende (Vorsorge) und
therapieunterstützende Maßnahmen durchführen.
- Zu den Fachgebieten die häufig wegen dieser Erkrankung oder deren
Folgen konsultiert werden (alphabetisch geordnet):
- Alle Berichte aus der Kategorie - Verdauungssystem
Einleitung:Morbus Crohn ist eine chronische entzündliche Darmerkrankung, wobei die gesamte Darmwand von der Entzündung betroffen sein kann. Die Erkrankung betrifft typischerweise vor allem die letzten Dünndarmabschnitte (Ileum). Sie wird deshalb auch als Ileitis terminalis bezeichnet, kann sich aber auch auf den gesamten Verdauungstrakt erstrecken.
Die Ursache ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle (Erbfaktoren, psychische Faktoren, immunologische und infektiöse Ursachen, Umweltfaktoren etc.)
Die Erkrankung verläuft schubweise mit spontaner, unvorhergesehener Verschlechterung und Phasen relativen Wohlbefindens (Remission). Der Morbus Crohn kommt bei Männer und Frauen etwa gleich häufig vor. Zumeist tritt die Erkrankung bereist um das 20 Lebensjahr auf. Ein zweiter Gipfel liegt zwischen dem 50 - 70 Lebensjahr. Bei der Mehrzahl der Betroffenen kommt es nach langjährigem Krankheitsverlauf zu Komplikationen wie Fistelbildung, Abszessen oder Darmverschluss, die häufig eine Operation erforderlich machen.
Symptome:
- Durchfall (auch blutige Durchfälle), Flüssig bis wässriger Stuhl und deutlich erhöhte Stuhlfrequenz
- Bauchschmerzen häufig krampfartig und im rechten Unterbauch gelegen. Die Beschwerden können unter Umständen eine Blinddarmentzündung vortäuschen.
- Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, Übelkeit
- Gelegentlich Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl
Komplikationen:
- Bei ungefähr 40-50% der Patienten können mit der Zeit Fisteln auftreten.
- Fisteln sind spontan entstandene Verbindungen zwischen einem Hohlorgan und der Körperoberfläche (äußere Fistel) oder einem anderen Hohlorgan (innere Fistel). Sie haben eine schlechte Heilungstendenz und können immer wieder auftreten (rezidivieren). Zeichen für eine Fistelbildung sind z.B. verschmutzte Unterwäsche, Stuhl im Urin, bei Frauen auch Stuhlabgang über die Scheide. Fisteln sind meist relativ schmerzlos.
- Des Weiteren kann es unangenehmerweise zur Abszessbildung - bei ca. 20% der Patienten - kommen.
- Abszesse sind Eiteransammlungen in nicht vorgebildeten Gewebshöhlen. Abszessbildungen finden sich insbesondere im Analbereich und sind äußerst schmerzhaft.
- Eine gefürchtete Komplikation ist der Darmverschluss (Ileus). Der Darmverschluss kann sowohl Folge einer Narbenbildung sein, als auch durch eine entzündliche Schwellung (Konglomerattumor) bedingt sein.
- Ein Konglomerattumor entsteht, wenn entzündete Darmschlingen miteinander verkleben; es entsteht der Eindruck einer Geschwulstbildung. Dieser kann als "tastbare Walze" bereits bei der körperlichen Untersuchung auffallen. Es handelt sich nicht um eine bösartige Neubildung!
- Als eine weitere Komplikation ist der Darmdurchbruch (Perforation) zu erwähnen. Die Darmperforation ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, da es z.B. zu einer Bauchfellentzündung kommen kann. Eine Darmperforation erfordert eine sofortige Not-Operation.
- Schwere Darmblutungen können ebenfalls vorkommen.
- Komplikationen des Morbus Crohn können auch außerhalb des Darmes auftreten. Diese sind Nieren - oder Gallensteine, Gelenkentzündungen, Entzündungen am Auge, Entzündungen der Gallenwege (häufiger bei Männern) und Hautveränderungen (Erythema nodosum).
- Tritt die Krankheit bei Kindern auf, dann kann dies zu Wachstumsstörungen führen.
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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung
und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.
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