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Embolisation (Katheterembolisation) - Radiologisch interventioneller, kontrollierter Gefäßverschluss Drucken
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 27. Oktober 2007 )

Embolisation (Katheterembolisation) - Radiologisch interventioneller, kontrollierter Gefäßverschluss - Was ist das?


Wer führt die Behandlung durch?

medHELP GUIDE - zu den Ärztinn / Ärzten / Zentren


Definition: Embolisation

Die Embolisation basiert auf ein in der Medizin schon lange bewährtes therapeutisches Verfahren. Darunter versteht man den gezielten und gewollten Verschluß von Blutgefäßen durch Einbringen von aushärtenden Flüssigkeiten, kleinen Spiralen oder Kunststoff-Partikeln (Sammelbegriff: Embolisat).

Als interventionell-radiologisches Verfahren - unter Sichtkontrolle mittels bildgebender Geräte (Röntgen, CT, MRT, Ultraschall) - wird die Embolisation perkutan (durch die Haut) durchgeführt, entweder unter Benutzung eine Katheters (Katheterembolisation) oder durch direkte Punktion.

Das Prinzip besteht darin, den Blutstrom zu benutzen, um die zuführenden Gefäße zu den Organen über einen Katheter mit Partikeln oder Medikamenten (Chemoembolisation) zu verschließen.

Bei einen Tumor wird die Blutversorgung unterbunden, er wird sozusagen "ausgehungert" oder "ausgetrocknet", was sein weiteres Wachstum behindert. Die bewirkt seine Schrumpfung oder seinen Untergang.

Wie bei allen Gefäßeingriffen in der Radiologie ist lediglich eine Punktion in der Leiste als Eingang in das Gefäßsystem beispielsweise über die Oberschenkelarterie nötig. Der Eingriff wird meist unter Lokalanästhesie durchgeführt, daher werden während der Behandlung keine Schmerzen verspürt.

Wann wird die Embolsation durchgeführt?

Dieser minimal-invasive Eingriff kann vor einer geplanten Operation durchgeführt werden, um die Operation zu erleichtern oder den Blutverlust während der Operation zu verringern. Eine Embolisation kommt bei vielen Erkrankungen aber auch als eigene Therapieoption zur Anwendung.

Die Embolisation wird unter Anderem bei folgenden Krankheitsbildern angewendet:
  • bei unstillbaren Blutungen
  • bei Gefäßmissbildungen (z.B. Aneurysmen)
  • bei gutartigen Tumoren (z.B. Myome)
  • bei inoperablen Tumoren des Gehirns oder der Leber (Metastasen)
  • bei krankhafter Erweiterung der Venen im Hodensack (Varikozele) zur Verbesserung der Zeugungsfähigkeit



Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
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