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Rückenschmerzen - Definition, Ursachen, Beschwerden, Diagnose, Therapie, Komplikationen Drucken
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 7. Juli 2010 )

Rückenschmerzen - Definition, Ursachen, Beschwerden, Diagnose, Therapie, Komplikationen: akute und chronische Rückenschmerzen


ARZTSUCHE: Diagnostik und Therapie

STÜTZ- und BEWEGUNGSAPPARAT
WIRBELSÄULE - KNOCHEN - GLIEDMAßEN
GELENKE - MUSKELN - SEHNEN




Inhaltsübersicht:


Weitere Informationen




Definition - Rückenschmerzen

Generell sind Schmerzen eine Ausdrucksmöglichkeit unseres Körpers und dienen der Warnung. Sie zwingen den Betroffenen zu Schutzhandlungen. Nach den Infektionskrankheiten sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Ein akuter Kreuzschmerz beginnt in der Regel mit starken Schmerzen und dauert weniger als zwei Monate. Erste Beschwerden verschwinden zwar häufig spontan und ohne Behandlung, aber bei über 60 Prozent der Patienten treten erneute Beschwerden auf. In einem Übergangsstadium können Schmerzen länger erhalten bleiben, hier gelangt man unter Umständen in den Gefahrenbereich der Chronifizierung. Chronische Schmerzen sind lang anhaltend und bestehen manchmal ein Leben lang bzw. können immer wieder akut aufflackern.

Ein Übergangsstadium muss also erkannt werden, damit sich die Erkrankung nicht zu einem Dauerleiden entwickelt. Deshalb ist eine rechtzeitige ärztliche Abklärung und Behandlung wichtig. Je länger Wirbelsäulenbeschwerden bestehen, umso schwieriger wird die Diagnose und umso komplexer wird das Krankheitsbild.

Rückenschmerzen werden auch oft als „vertebrale Schmerzen" (von der Wirbelsäule ausgehend) bezeichnet. Diese Bezeichnung ist nicht ganz korrekt, da Rückenschmerzen auch extravertebral, also nicht wirbelsäulenbedingt sein können. Rückenschmerzen sind Symptome und sagen nichts über deren Ursprung aus. Trotz aller Fortschritte in der Medizin ist die Schmerzursache häufig nicht sicher definierbar. Abnutzungserscheinungen, Bandscheibenschädigungen oder eine veränderte Statik ("krummer Rücken") können zwar mit verursachend sein, spielen aber eine viel kleinere Rolle bei der Entstehung und der Erklärung der Rückenschmerzen, als gemeinhin angenommen wird. Gemeinsam ist den vielen unterschiedlichen Wirbelsäulenerkrankungen und Funktionsstörungen, dass sie mit dem Symptom "Rückenschmerz" einhergehen.


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Grundwissen über den Rücken (Wirbelsäule)

Die WirbelsäuleDie Wirbelsäule besteht aus sieben Halswirbeln (HWS), zwölf Brustwirbeln (BWS), fünf Lendenwirbeln (LWS) sowie aus dem Kreuz- und Steissbein.
Das Kreuzbein (Os sacrum) befindet sich unter den Lendenwirbeln und über dem Steißbein. Über das Kreuzbein-Darmbeingelenk (Iliosakralgelenk oder Sakroiliakalgelenk) ist es mit dem Becken (Pelvis) verbunden und bildet mit den Hüftbeinen (Os coxae) das knöcherne Becken oder den Beckengürtel. Das Kreuzbein besteht aus fünf Wirbeln, die miteinander verwachsen sind und dem Oberkörper eine feste Basis geben.

Die Wirbelsäule bildet nicht nur die knöcherne Mitte des Körpers, sie verbindet auch alle anderen Teile des Skeletts miteinander. Kopf, Brustkorb, Arme, Becken und Beine sind direkt mit der Wirbelsäule verbunden.

Die Wirbelsäule trägt das ganze Gewicht des Körpers oberhalb des Beckens und ist an fast allen Bewegungen des täglichen Lebens beteiligt. Auch bei der Steuerung und Übermittlung von Reizen aus der Umgebung spielt die Wirbelsäule und das in ihrem Inneren liegende Rückenmark eine zentrale Rolle, z.B. bei der Orientierung in der Umgebung.

Der erste Halswirbel, der Atlas, besteht nur aus einem knöchernen Ring. Somit liegt der Kopf wie in einer Schüssel, was ihn nach allen Seiten hin beweglich macht. Die größte Kraftübertragung geschieht in der Lendenwirbelsäule (LWS), deshalb sind hier auch die grössten Wirbeln und deshalb treten hier die Beschwerden auch am häufigsten auf. Der Körper dieser Wirbel ist bogenförmig und die einzelnen Gelenkflächen der kleinen Wirbelgelenke stehen parallel zueinander. Auf Grund dieser anatomischen Begebenheiten ist die Lendenwirbelsäule bei weitem weniger beweglich.

WirbelsäulensegmentJeder Wirbel besteht unter anderem aus einem Wirbelkörper, einem Wirbelbogen, zwei Querfortsätzen, einem Dornfortsatz, einem Wirbelloch und zwei Zwischenwirbellöchern. Die Wirbelbögen wiederum umgeben und schützen das Rückenmark hinter den Wirbelkörpern, während die Querfortsätze als Ansatzstellen für jene Muskeln fungieren, welche die Wirbelsäule bewegen. Im Bereich der Brustwirbelsäule docken an den Querfortsätzen zudem die Rippen an. Die Querfortsätze bilden damit die Basis für den gesamten Brustkorb.

Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben. Eine Bandscheibe ist ein faseriger, derber Ring (anulus fibrosus), der einen gallertartigen Kern (nucleus pulposus) umschließt. Der gallertartige Kern dient zum Druckausgleich. Durch das auf ihm lastende Gewicht wird Wasser abgepresst und dadurch flacht sich die Bandscheibe im Laufe des Tages ab. Die Wirbelsäule kann am Abend zwei Zentimeter kürzer sein als am Morgen. In der Nacht gibt die horizontale Ruhelage der Bandscheibe wieder die Möglichkeit sich auszudehnen. Diese Fähigkeit geht jedoch mit fortschreitendem Alter immer stärker verloren. Ab dem 25. Lebensjahr wird der Mensch kleiner. Zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr kann ein Mann um drei und eine Frau um sechs Zentimeter schrumpfen.

Die Wirbelsäule schützt das im Wirbelkanal eingeschlossene Rückenmark. Das Rückenmark ist ein Teil des zentralen Nervensystems (ZNS) und kontrolliert jede Bewegung und Funktion des Körpers. Motorische Nerven, die aus dem Rückenmark austreten sind für die Körperbewegungen verantwortlich, während sensible Nerven, die in das Mark eintreten für die Nachrichtenübermittlung vom Körper zurück in das Gehirn verantwortlich sind. Zusammen bilden die motorischen und die sensiblen Nerven mehr als 50 Nervenwurzeln, die durch Öffnungen zwischen den Knochen der Wirbelsäule verlaufen. Diese Öffnungen werden Foramina oder Fenster genannt. Reizungen dieser Nervenwurzeln verursachen Rückenschmerzen.

Die direkt neben der Wirbelsäule verlaufende Rückenmuskulatur und die Bauchmuskulatur - deren schräg verlaufender Anteil um den Rumpf herum bis zur Rückenmuskulatur reicht. Die Wirbelsäulenbänder und die Rückenmuskulatur verleiht dem Rücken Stabilität und ermöglichen die Bewegung des Rumpfes. Die feinen Muskeln, ganz nah bei der Wirbelsäule, steuern die Beweglichkeit des einzelnen Wirbels und sind oft die ersten, die bei mangelnder Bewegung verkümmern.


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Akute und chronische Rückenschmerzen

Erkrankungen der Wirbelsäule, die durch Abnutzungen (Degeneration) verursacht werden und mit Schmerzen verbunden sind, haben sich mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt. Nach den Infektionskrankheiten sind Rückenschmerzen der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Rückenschmerzen treten entweder akut (plötzlich) auf, oder sind chronisch (dauerhaft) vorhanden.

Ein akuter Rückenschmerz beginnt in der Regel mit starken Schmerzen und dauert meist einige Tage, manchmal aber auch einige Wochen. Häufig liegt hierbei glücklicherweise nur eine muskuläre Verspannung z.B. nach einer sportlichen Überanstrengung, Tragen schwerer Lasten oder Verkühlung beim Schlafen bei offenem Fenster vor. Diese Schmerzen verschwinden meistens durch Wärmeanwendungen, Schonung und gegebenenfalls durch die Einnahme von Schmerzmedikamenten bereits nach wenigen Tagen.

Chronische Rückenschmerzen sind lang anhaltend und bestehen manchmal über Jahre hinweg oder sogar ein Leben lang. Ebenso können sie zeitweise aufhören, um dann immer wieder in Erscheinung zu treten.

Sind chronische Schmerzen zu einer eigenständigen Schmerzkrankheit geworden, so ergeben sich weitreichende Folgen für den Betroffenen. Die Schmerzkrankheit bestimmt das gesamte Leben des Patienten und ist ein dramatischer Verlust der Lebensqualität sowie eine schwere Behinderung.

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Ursachen - Rückenschmerzen

Die Ursachen für Rückenschmerzen sind vielfältig. Die genauen Ursachen von Rückenschmerzen sind trotz großartiger Fortschritte in der Medizin und Forschung in über 80 % der Fälle unbekannt. Für diese sogenannten unspezifischen Rückenschmerzen sind sowohl physische (körperliche), als auch psychische (seelische) Gründe verantwortlich. Nach der oder den Ursachen muss jedoch gesucht werden! Es gibt viele Menschen mit beschädigten oder vorgewölbten Bandscheiben, denen es gut geht. Rückenschmerzen fangen häufig, aber keinesfalls immer, mit einer Verletzung nach dem Heben einer schweren Last oder einer plötzlichen Bewegung an.

Häufig liegen Muskelverspannungen oder durch Verschleiß der Wirbelsäule bedingte Ursachen vor. In die Arme oder Beine ausstrahlende Schmerzen bzw. Funktionsstörungen haben ihre Ursache meist in Rückenmarks- oder Nervenwurzelkompressionssyndromen, meist bedingt durch Bandscheibenvorfälle. Mechanische und durch Fehlhaltung bedingte Rückenschmerzen kommen im Bereich der Muskulatur, der Bänder und der Kreuz-Darmbein-Fuge vor. Lokale Entzündungen oder Allgemeininfektionen sowie Skeletterkrankungen, wie z.B. Osteoporose, Osteomalazie aber auch Schilddrüsenerkrankungen (Hyperparathyreoidismus) können ebenso zu Rückenschmerzen führen wie Tumorerkrankungen. Auch psychosomatisch bedingte Rückenschmerzen sind ein häufiger Grund für den Arztbesuch.

Vertebrale und extravertebrale Ursachen

Die Ursachen für Rückenschmerzen werden generell in zwei Gruppen geteilen. So unterscheidet man grundsätzlich zwischen Rückenschmerzen, deren Ursache oder Auslöser im Bereich der Wirbelsäule liegt - diese Ursachen werden als vertebral bezeichnet. Für Rückenschmerzen, deren Ursache oder Auslöser außerhalb der Wirbelsäule liegt, verwendet die Medizin häufig den Begriff extravertebral.

Vertebrale Ursachen:

Durch Klicken auf den entsprechenden Link erhalten Sie weitere Informationen über die rückenschmerz-auslösende Krankheit. Auf der jeweiligen Krankheitsbeschreibung finden Sie dann auch den medHELP GUIDE mit den Links zu den Ärztinnen und Ärzten, Therapie- und Diagnostikmöglichkeit für die jeweilige Erkrankung!

Extravertebrale Ursachen:

Durch Klicken auf den entsprechenden Link erhalten Sie weitere Informationen über die rückenschmerz-auslösende Krankheit. Auf der jeweiligen Krankheitsbeschreibung finden Sie dann auch den medHELP GUIDE mit den Links zu den Ärztinnen und Ärzten, Therapie- und Diagnostikmöglichkeit für die jeweilige Erkrankung!

Andere Ursachen und angeborene Wirbelsäulenerkrankungen oder Übertragsschmerzen anderer Organerkrankungen

Durch Klicken auf den Link erhalten Sie weitere Informationen über Rückenschmerzen durch andere Ursachen und angeborene Wirbelsäulenkrankheiten bzw. Erkrankungen die Schmerzen auf die Wirbelsäule projizieren. In der Beschreibung finden Sie dann auch den medHELP GUIDE mit den Links zu den Ärztinnen und Ärzten und dem Diagnostikangebot welche die Rückenschmerzen auslösende Krankheit lokalisieren können!

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Beschwerden - Rückenschmerzen

Die Rückenschmerzen weisen unterschiedliche Charakteristika auf und können einen wichtigen Hinweis für die Diagnosefindung geben. Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie im Artikel der jeweiligen zugrundeliegenden Ursache (siehe Ursachen für Rückenschmerzen)
  • Treten sie in der unteren Lendenwirbelsäule auf, könnte das auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten.

  • Strahlen sie in die Beine aus und verursachen Muskelreflexabschwächungen und Taubheitsgefühle, wird wahrscheinlich eine Nervenwurzel komprimiert.

  • Eine Schmerzverstärkung bei Bewegung, beim Verheben oder Verdrehen kann auf eine Verschleißerkrankung der Wirbelsäule hindeuten.

  • Eine nächtliche Zunahme der Schmerzen sowie Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust oder Fieber könnten eine Entzündung oder Tumorerkrankung zur Ursache haben.

  • Atemabhängige Schmerzen sind oftmals durch eine Lungenfellerkrankung bedingt.

  • Anfangs treten bei Rückenschmerzen Symptome auf, die häufig nicht ernstgenommen oder durch Aktivität verdrängt werden. Hierzu zählen z.B. Anspannung, Abgeschlagenheit oder eine Morgensteifigkeit der Gelenke und des Rückens. Später treten dann stärkere Symptome auf, die sich durch eine längere Erkrankungsdauer auszeichnen.

  • Häufig sind Rückenschmerzen auch auf verspannte, schmerzhafte Muskeln zurückzuführen. Diese Muskelverspannungen können ihren Ursprung an einer völlig anderen Stelle als der des Schmerzes haben. So können sich Schäden an der Halswirbelsäule beispielsweise als Schmerzen in der Schulter, im Arm und/oder in den Fingern bemerkbar machen.


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Diagnostik - Rückenschmerzen

Die Diagnose stützt sich neben der Patientenbefragung (Ermittlung der Schmerzlokalisation, des Schmerzcharakters und der Begleitsymptome) primär auf die klinische Untersuchung der Wirbelsäule und die Prüfung neurologischer Ausfälle (Muskelschwäche und Taubheitsgefühle). Begleitend werden Röntgenaufnahmen und evtl. Aufnahmen durch Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) angefertigt, um den vermuteten Befund zu objektivieren. Blut- oder Rückenmarkflüssigkeitsuntersuchungen können Hinweise auf mögliche Entzündungen, Infektionen oder Tumore als Ursache geben.

Eine Übersicht der bei medHELP registrierten Ärztinnen, Ärzte, Spezialisten und Zentren und des diagnostischen Angebotes finden Sie

im medHELP GUIDE - Rückenschmerzen: UNTERSUCHUNGEN und DIAGNOSTIK.


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Therapieempfehlung durch den Arzt

Eine Übersicht der bei medHELP registrierten Ärztinnen, Ärzte, Spezialisten und Zentren und des therapeutischen Angebotes finden Sie

im medHELP GUIDE - Rückenschmerzen: KONSERVATIVE THERAPIE

und im medHELP GUIDE - Rückenschmerzen: INTERVENTIONELLE UND CHIRURGISCHE THERAPIE.

Grundsätzlich sollte Sie jedes Beschwerdebild mit Ihrem Arzt besprechen. Treten folgende Warnhinweise auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen!

Wenn Sie insbesondere nachts starke Schmerzen haben, die selbst in Ruhe nicht besser werden.
Wenn Sie Rückenschmerzen und Fieber haben.
Wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken / einer der folgenden Faktoren zutrifft:
  • Taubheitsgefühl in Rücken, Genitalbereich oder Beinen

  • Zunehmende Schwäche und fehlende Standfestigkeit der Beine

  • Brustschmerzen

  • Erhebliche Verletzung in letzter Zeit

  • Unfähigkeit, Urin oder Stuhl bei sich zu halten

  • Starker Gewichtsverlust ohne erklärbare Ursache

  • Deutliche Rückenverformung

  • Länger dauernde Kortison-Therapie

Weitere ärztliche Maßnahmen gegen Rückenschmerzen:

  • Bei einer hohen Anzahl der Patienten wird der Arzt eine einfache Therapie mit körperlicher Entlastung, Physiotherapie, Schmerzmitteln (nichtsteroidale Antirheumatika) und Medikamenten zur Muskelentspannung empfehlen.

  • Bei einem Bandscheibenvorfall, insbesondere mit der Einklemmung von Nervenwurzeln und den damit verbundenen Ausfallerscheinungen ist der Einsatz von Kortisonpräparaten als Stoßtherapie oft Mittel der Wahl. Auch Kälte wird als schmerzlindernd empfunden. Das vorgefallende Bandscheibengewebe muss meist operativ oder chemisch entfernt werden, da sonst irreversible Ausfallerscheinungen möglich sind.

  • Andere Krankheiten als Ursache für Rückenschmerzen sind je nach Ursache zu therapieren.

  • Nach Abklingen der akuten Symptome sollten Fehlhaltungen der Wirbelsäule vermieden und die Rücken- und Bauchmuskulatur gestärkt werden. Massagen, Entspannungsübungen und der Besuch einer Rückenschule können Linderung bringen. Im Privat- und Berufsleben sollte der Patient auf eine rückengerechte Sitz- und Arbeitshaltung achten.

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Was können Sie selbst bei Rückschmerzen tun?

Eine Übersicht der bei medHELP registrierten Ärztinnen, Ärzte, Spezialisten und Zentren die Sie bezüglich Vorsorge, Ergonomie in der Freizeit und am Arbeitsplatz oder Sie bezüglich einer Lebensstilmodifikation beraten finden Sie

im medHELP GUIDE - Rückenschmerzen: VORSORGE und LEBENSTILMODIFIKATION

Bleiben Sie in Bewegung! Werden Sie aktiv!

Nach Rücksprache mit Ihren Arzt können Sie selbst folgendes durchführen:

Halten Sie bei Rückenschmerzen, wenn möglich, nicht länger als zwei Tage Bettruhe.
Versuchen Sie, Ihre alltäglichen Tätigkeiten möglichst schnell wieder aufzunehmen. Sie sollten sobald wie möglich wieder so aktiv wie vorher sein.
Wenn Sie noch keinen Sport betreiben, dann nutzen Sie Gelegenheiten um fit zu werden. Ihrem körperlichen Zustand angemessenes Gehen, Schwimmen oder Radfahren trainiert die Muskulatur und stärkt damit Ihren Rücken. Besprechen Sie im Zweifelsfall mit Ihrem Arzt, welche Sportart bzw. welches Leistungsniveau für Sie richtig ist.
Stärken Sie Ihren Rücken durch Bewegung. Achten Sie dabei auf einen Wechsel zwischen Spannung und Entspannung.
Natürlich ist es nötig, bei belastenden Tätigkeiten (schweres Heben und Tragen, langes Sitzen, einseitige Belastung) den Rücken zu schonen:
  • Tragen und heben Sie nicht mit gebeugtem, sondern mit geradem Rücken.

  • Gehen Sie beim Herunter- und Vorbeugen in die Knie und versuchen Sie, den Rücken möglichst nicht zu beugen.

  • Vermeiden Sie generell einseitige Belastungen, versuchen Sie das Gewicht gleichmäßig zu verteilen.

  • Verharren Sie nie länger als 30 Min. in derselben Position, Bewegung trägt zur Entspannung der Muskeln bei.

  • Wenn Sie viel sitzen, sollten Sie Ihren Rücken durch regelmäßiges Zurücklehnen entspannen.

  • Benutzen Sie einen Stuhl mit gerader oder leicht nach vor geneigter Sitzfläche. Die Rückenlehne sollte leicht nach hinten geneigt sein.

  • Die Anschaffung einer speziellen Matratze ist nicht notwendig. Eine gute "normale" Matratze ist ausreichend.

  • Versuchen Sie evtl. vorhandenes Übergewicht los zu werden. Auch dieses Gewicht belastet Ihren Rücken.

  • Achten Sie auf Entspannungspausen. Erlernen Sie eine Entspannungsmethode.

  • Treiben Sie Sport. So können Sie Ihren Rücken stärken und gleichzeitig abnehmen.

  • Legen Sie kürzere Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück, anstatt mit dem Auto.

  • Benutzen Sie statt des Fahrstuhls lieber die Treppe.

  • Gehen, Schwimmen und Radfahren trainiert die Muskulatur.

  • Empfehlenswert ist der Anschluss an eine Sportgruppe.
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Komplikationen

  • Bei ausbleibender Behandlung der Rückenschmerzen oder Missachtung empfohlener Sitz-, Hebe- und Bückhaltungen ist eine Verstärkung der Schmerzen wahrscheinlich.

  • Kommt es zu Nervenausfallerscheinungen, die sich in Muskelreflexabschwächungen, Lähmungen oder Taubheitsgefühlen zeigen, so ist dies ein Notfall. Wird nicht unverzüglich operiert, d.h. beispielsweise das vorgefallene Bandscheibengewebe entfernt, so sind bleibende Nervenschädigungen die Folge.

  • Erste Beschwerden verschwinden meist spontan und ohne Behandlung. Aber häufig treten erneute Beschwerden auf und können chronisch werden. Für die Betroffenen können so anfänglich harmlose Schmerzen zur dauernden Qual werden.


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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
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