Hausstaubmilben-Allergie, Hausstaub-AllergieSTW: Hausstaubmilbenallergie
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DefinitionDie Hausstaub-Allergie, genauer Hausstaubmilben-Allergie, ist eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Eiweißen im Kot der Hausstaubmilben. Sie gehören zur Familie der Spinnentiere. Die Milben sind natürliche Mitbewohner unserer häuslichen Umgebung und haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie übertragen keine Krankheiten und sind unschädlich, wenn man von der Allergie absieht. Diese Lebewesen sind etwa 1/3mm groß, daher mit freiem Auge nicht sichtbar. Sie ernähren sich von Hautschuppen. Neben dem Nahrungsangebot wird das Hausstaubmilbenvorkommen auch durch hohe Luftfeuchtigkeiten begünstigt. Die Hauptvermehrungszeit der Hausstaubmilben liegt in den Monaten Mai bis Oktober. Die höchsten Milbenkonzentrationen werden in Schlafräumen - Bettdecken, Kopfkissen und Matratzen - gefunden. Auch Polstermöbel stellen einen bevorzugten Lebensraum der Milben dar. Teppiche und Teppichböden werden mitbesiedelt, sie sind aber erst in zweiter Linie von Interesse. Trotz größter Reinlichkeit lassen sich Milben aus Textilen Einrichtungsgegenständen mit normalen Methoden nicht eliminieren.
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Ursachen:Die Kotbällchen der Hausstaubmilben zerfallen nach deren Austrocknen in sehr kleine Teilchen, die sich mit dem Hausstaub verbinden. Dieser allergenhaltige Staub kann dann mit der Atemluft inhaliert werden und zu allergischen Beschwerden führen. Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, daß die Allergenbelastung, welche die Beschwerden der Allergiker auslösen, hauptsächlich während des Schlafes stattfindet. Daher sind alle Bemühungen die Allergenbelastung zu reduzieren auf den Bettbereich zu konzentrieren!
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Kreuzallergie - Hausstaubmilbe:Die Ursache für die Kreuzallergien liegt in den Allergengemeinschaften begründet: Proteine sind sehr kompliziert aufgebaute Moleküle. Manche von Ihnen haben aber Bereiche, in denen sie sich untereinander ähneln oder gar identisch sind. Wenn das Immunsystem eines Allergikers nun Antikörper gegen einen solchen Proteinabschnitt (Epitop) bildet, der auch in anderen pflanzlichen oder tierischen Proteinen vorkommt, kann es zu einer Kreuzallergie kommen.
Kreuzallergien sind möglich mit:
- Küchenschabe
- Vorratsmilbe
- rote Mückenlarve (Fischfutter)
- Schnecken
- Flußkrebs, Garnelen, Hummer, Krabben, Muscheln, Shrimps
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Beschwerden:Charakteristisch für Hausstaubmilbenallergien ist, dass die Beschwerden typischerweise das ganze Jahr über auftreten und nicht, wie bei den Pollenallergien, auf eine bestimmte Jahreszeit begrenzt sind. Allerdings können sich die Beschwerden bei Milbenallergikern auch in Abhängigkeit von der Jahreszeit verstärken, meistens zu Beginn der Heizperiode.
- Nase: Allergischer Schnupfen (Rhinitis) mit Niesreiz, Schleimhautschwellung, verstopfter oder laufender Nase, besonders in den Morgenstunden.
- Augen: Allergische Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit Juckreiz, Rötung, Augentränen).
- Lunge: Allergisch bedingter Husten (Bronchitis) und Verschleimung. Es kann aber auch zu allergischen Asthma mit akuter Atemnot kommen.
- Haut: Juckreiz, Ausschlag, Nesselfieber.
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Diagnose und Tipps bei Hausstaubmilben-Allergie:Um herauszufinden, ob Ihre Beschwerden durch Hausstaubmilben oder andere Innenraumallergene hervorgerufen werden, sollten Sie frühzeitig einen erfahrenen Spezialisten (Allergologen) aufsuchen. Dieser wird Sie intensiv nach Ihrer Krankengeschichte befragen, ob in Ihrer Familie vermehrt Allergien bestehen, wann und wo die Beschwerden auftreten, usw. Mit verschiedenen Untersuchungen (Test) wird er zur richtigen Diagnose kommen und die entsprechenden Therapievorschläge geben. Neben den Hausstaubmilben können auch andere Allergene, vor allem von Tieren und Schimmelpilzen, Auslöser von ganzjährigen Innenraumallergien sein.
Zu den von Ihren Arzt vorgeschlagenen therapeutischen Maßnahmen und Empfehlungen, können die unten stehenden Informationen über Hausstaubmilben-Allergie hilfreich sein.
- Alle Räume stets gut lüften und trocken halten.
- Eine absolut staub- und milbenfreie Wohnumgebung lässt sich nicht herstellen, ein Hausstaubmilbenallergiker sollte aber versuchen einen möglichst milben- und allergenarmen Wohnraum zu schaffen.
- Die Sanierung des Bettes ist die wichtigste therapeutische Maßnahme. Die Matratze sollte mit allergendichten Matratzenüberzügen, den so genannten Encasings, versehen werden. Das Bettzeug (Oberbetten) sollte entweder regelmäßig bei mindestens 60°C gewaschen oder ebenfalls mit allergendichten Zwischenbezügen versehen werden.
- Besonders in regelmäßig genutzten Matratzen finden Milben ein ideales Klima vor. Wenn die Matratze älter als acht Jahre ist, sollte sie ausgetauscht werden. Diese sollte keine Rosshaarfüllung aufweisen und von Anfang an mit einem Encasing umhüllt werden.
- Bei der Wahl der Staubsauger sollte man auf Geräte mit speziellen Feinstaubfiltern (Hepa-Filter) achten.
- Auf Staubfänger verzichten. Z.B. Polstermöbel, offene Bücherregale, viele Kissen oder Stofftiere.
- Ledermöbel sind unproblematisch. Hier finden Milben keinen Lebensraum.
- Für Allergiker sind glatte Böden nur günstiger, wenn sie sehr häufig (in der Regel täglich) feucht gewischt werden, da anfallender Staub hier stärker aufgewirbelt wird als bei kurzflorigen Teppichböden.
- Teppiche, Teppichböden und Polstermöbel können halbjährlich mit so genannten "akariziden Mitteln" (in der Apotheke erhältlich) gereinigt werden.
- Kuscheltiere von Kindern können in der Kühltruhe von Milben befreit werden. Alternative sind waschbare Kuscheltiere.
- Als Urlaubsgebiete empfehlen sich für Hausstauballergiker Regionen über 1.200 Meter Höhe.
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Zu den bei medHELP registrierten Ärztinnen und Ärzten
Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt!
Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung
und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.
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