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Neurologische Untersuchung, Nervenärztliche Untersuchung; Neurologische Untersuchung? Drucken
Letzte Aktualisierung ( Montag, 3. September 2007 )

Neurologische Untersuchung, Nervenärztliche Untersuchung; Was geschieht bei der neurologischen Untersuchung?

STW: Neurologische_Untersuchung

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Indikation (weshalb diese Untersuchung empfohlen wird):

Die Neurologin, der Neurologe befaßt sich mit der Abklärung und Behandlung aller Störungen des Nervensystems im Bereich von Gehirn, Rückenmark und Gefäßen in zentralen und peripheren Teilen des Körpers sowie deren Auswirkungen auf den Menschen.
Mit Hilfe einer exakten neurologischen Untersuchung ist häufig eine gute Einschätzung möglich, wo im Nervensystem die Ursache für die geschilderten Beschwerden zu finden ist. Manchmal lässt sich auch schon eine Diagnose stellen.

Es gibt sehr viele Krankheitsbilder die auf das Nervensystem zurück zuführen sein können.

Untersuchungsablauf:

Anamnese:

Am Anfang eines Besuchs beim Neurologen steht immer ein ausführliches ärztliches Gespräch (Anamnese). Die Anamnese liefert wesentliche diagnostische Hinweise und zugleich Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen.
Jeder Untersucher geht die einzelnen Schritte in einer eigenen Reihenfolge durch und reagiert dabei auf erhobene Befunde durch Hinzufügen bestimmter Tests zur genaueren Einordnung oder durch Weglassen anderer, die keinen Informationszugewinn mehr versprechen.

Kurze allgemeine internistische Untersuchung:

Dabei hört der Arzt Herz, Lunge und die großen Halsgefäße ab und ertastet Arm- und Fußpulse.

Inspektion:

Inspektion heißt Betrachtung und gilt im besonderen der Erfassung von Verletzungsfolgen, Hautveränderungen, konstitutionellen Veränderungen (z. B. Kleinwuchs, Wirbelsäulenveränderungen) und Störungen im Gangbild und der Haltung.
Meistens wird die Inspektion in die Durchführung der weiteren Untersuchungsschritte eingeflochten, sodass der Patient sie unter Umständen gar nicht bemerkt und dadurch nicht unnötig verunsichert wird.

Prüfung der Hirnnerven:

Wir besitzen zwölf Hirnnerven, deren Funktion bei Hirnkrankheiten oder Nervenverletzungen gestört sein kann. Jeder Hirnnerv hat eine bestimmte Aufgabe und kann so mit Funktionstests überprüft werden. Zum Beispiel wird der motorische, d. h. bewegungsvermittelnde Gesichtsnerv geprüft, indem der Patient Grimassen schneiden soll, oder der Riechnerv durch Vorhalten bestimmter Aromastoffe.

Prüfung von Reflexen:

Reflexe sind unwillkürlich ablaufende Reaktionen des Nervensystems auf einen Reiz. Mit Hilfe eines Hammers kann der Neurologe die so genannten Muskeleigenreflexe oder Muskeldehnungsreflexe (z.B. Achillessehnenreflex oder Patellarsehnenreflex) auslösen, d.h. die reflexartige Kontraktion des Muskels auf eine plötzliche Dehnung. Bei den Fremdreflexen betreffen Reizort und Reizantwort verschiedene Strukturen (z.B. Bauchhautreflexe). Bei diesen Tests achtet der Arzt vor allem auf Seitenunterschiede.

Prüfung des Bewegungssystems (motorisches System):

Hierbei beurteilt der Neurologe den gesamten Bewegungsapparat (Wirbelsäule, Gelenke, Gliedmaßen) und die Muskulatur. Mit dieser Untersuchung kann man z.B. eine verminderte Muskelkraft oder eine Muskellähmung erkennen.
Zunächst prüft der Arzt passiv die Beweglichkeit der Gliedmaßen, d.h. der Patient lässt sich bewegen ohne aktiv beteiligt zu sein. Beim Untersuchen der groben Kraft werden Arme und Beine anschließend gegen einen Widerstand bewegt, um somit deutlich kraftgeminderte Muskeln oder Seitenunterschiede beurteilen zu können.
Durch Halteversuche ("Strecken Sie bitte die Arme nach vorne und schließen Sie die Augen"), zum Teil mit geschlossenen Augen, sollen Hinweise auf Lähmungen z. B. durch einen Schlaganfall gesucht werden, die dem Patienten oder Untersucher normalerweise nicht auffallen würden. Aber auch schon ein fester Händedruck bei der Begrüßung lässt auf eine halbwegs normale Kraft in der betroffenen Hand schließen.
Hiernach werden Prüfungen der Feinbeweglichkeit vorgenommen, die dem Patienten eventuell merkwürdig vorkommen, aber wichtig sind. So soll zum Beispiel der Patient so tun, als drehe er mit beiden Händen eine Glühbirne in die Fassung. Störungen bei solchen Feinbewegungen können manchmal der einzige Hinweis auf eine zentrale (d. h. im Gehirn begründete) Lähmung sein.
Eine weitere Möglichkeit zur Zuordnung von Lähmungserscheinungen ist das Kratzen mit einem harten Gegenstand an der Fußsohle oder der Schienbeinvorderkante.
Der Muskeltonus wird geprüft, indem der Arzt die großen Gelenke (Kniegelenk, Ellbogengelenk) langsam und schneller hin- und herbewegt.

Koordinationsprüfung:

Dazu wird meist unter anderem der Finger-Nase-Versuch durchgeführt, bei dem der Patient mit geschlossenen Augen die Spitze seines Zeigefingers langsam zur Nasenspitze führt.
Auch Tretversuche, bei denen der Patient z. B. mit geschlossenen Augen und vorgehaltenen Armen auf der Stelle marschieren soll, sind gute Möglichkeiten, sich ein Bild vom Zusammenspiel der Nerven und Muskeln zu machen.

Sensibilitätsprüfung:

Bei dieser Untersuchung erhält der Arzt Aufschluss über Schmerz- und Temperaturempfinden sowie über Druck- und Berührungswahrnehmung.
Durch Reizung der Haut sucht der Arzt nach Störungen der so genannten Oberflächensensibilität, durch Bestreichen der Haut mit einem Stück Zellstoff oder Watte nach Störungen der Berührungsempfindung, durch spitze Gegenstände nach dem Schmerzempfinden.
Das Anhalten einer kräftig angeschlagenen Stimmgabel an verschiedenen Knochenvorsprüngen dient dem Überprüfen der Tiefensensibilität. Alles wird im Seitenvergleich bewertet.

Vegetative Funktionsprüfung:

Das vegetative Nervensystem ist an der Steuerung von Körperfunktionen beteiligt, auf die wir normalerweise keinen Einfluss haben, z. B. Atmung, Verdauung, Puls und Schwitzen.
Im Besonderen wird hier die Pupillenreaktion auf Lichtreize, die Rötung der Haut durch Auslösung nach Kratzreizaut geprüft. Durch genaues Erfragen der Blasen- und Darmfunktion, Beobachtung der Atmung und Schweißsekretion werden weitere Erkenntnisse gewonnen.

Psychischer Befund:

Bei neurologischen Erkrankungen kann auch der psychische Zustand beeinträchtigt sein, sei es durch Einschränkung der Merkfähigkeit, durch Änderungen des Bewusstseins wie Schläfrigkeit oder durch Änderungen der Grundstimmung.
Zur neurologischen Untersuchung gehört daher regelmäßig auch eine Überprüfung geistiger und seelischer Funktionen durch Gedächtnistests, Beurteilung der Wachheit und seelischer Vorgänge.
Auch der psychische Befund muss nicht ausdrücklich vorgenommen werden, sondern geschieht oft "nebenbei".

Ergebnis der neurologischen Untersuchung:

Die allgemeine neurologische Untersuchung ist die Grundlage jeder fachlichen neurologischen Diagnostik. Hierbei muss der Neurologe entscheiden, ob und welche zusätzlichen apparativen Untersuchungen noch benötigt werden.
Anhand der genannten Untersuchungsmethoden erhält der Neurologe einen fundierten Eindruck über den momentanen Zustand des Patienten.

Je nach gewonnenen Erkenntnisse aus der allgemeinen neurologischen Untersuchung werden eventuell weitere diagnostische Maßnahmen eingeleitet (wie z.B. Labortests (Blut, Urin, Hirnwasser), Ultraschall, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) oder Elektroenzephalografie (EEG) Elektromyografie (EMG), evozierte Potentiale (EVP), Elektrookulografie (EOG) u.a.).

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Wichtiger Hinweis:
Das Ergebnis einer diagnostischen Untersuchung kann nur von einem Arzt oder Ärztin bewertet werden. Sowohl unauffällige, alsauch von der Norm abweichende Befunde haben nur Bedeutung im Zusammenhang aller Erkenntnisse die Ihr Arzt über Ihren Gesundheitszustand gewinnen konnte.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei allen diagnostischen Befundergebnissen können nur Ärzte die richtigen Schlüsse daraus ziehen und werden Ihnen diese genau erklären.

Die Informationen bzw. Untersuchungsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
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