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Blasenentzündung (Zystitis), Harnblasenentzündung, Entzündung der Harnblase, Blasenkatarrh Drucken
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Januar 2007 )

Blasenentzündung (Zystitis), Harnblasenentzündung, Entzündung der Harnblase, Blasenkatarrh

STW: Blasenentzuendung

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Eine Harnblasenentzündung (Zystitis; früher auch Blasenkatarrh genannt) ist eine Entzündung der Blasenschleimhaut, die vorwiegend durch Bakterien (in 75 - 80% Prozent aller Fälle durch das Darmbakterium Escherichia coli), seltener durch Viren, Pilze oder Einzeller ausgelöst wird. Die Zystitis betrifft überwiegend Frauen, da die Harnröhre der Frauen wesentlich kürzer ist als die der Männer. Männer erkranken sehr selten an ihr, da zum einen die Distanz zwischen After und Harnröhrenmündung die Besiedlung von Keimen kaum ermöglicht und zum anderen die Länge der Harnröhre die Wanderung der Keime erschwert.

Unterschieden werden dabei akute Verlaufsformen, die in den meisten Fällen wie beschrieben durch bakterielle Infektionen hervorgerufen werden, und chronische Verlaufsformen. Vor allem bei unbehandelten akuten Verlaufsformen kann sich eine chronische Blasenentzündung entwickeln.

Ursache und Risken:

  • Escherichia Coli, ein Darmbakterium, ist in 75 - 80 % der Fälle Auslöser für eine Blasenentzündung. Die Bakterien sind normale Komponenten der Darmflora und wandern zunächst vom Darm über den Damm zum Scheideneingang. Ein Übergreifen der Infektion auf die Harnblase setzt als erstes eine Besiedlung des Scheideneingangs voraus. Aus diesem Reservoir wandern die Keime weiter in Richtung Harnröhre. Durch das Eindringen der Erreger in die Blase entsteht die klassische Blasenentzündung.
  • Die Infektion mit Keimen wird begünstigt, wenn der natürliche Harnabfluss (Blasensteine, Nierensteine, Harnwegsinfekte, Blasentumore, u. a.) beeinträchtigt wird.
  • Ebenso vergrößern zum Beispiel unzureichende Hygiene, sexuelle Aktivität, Kältereize und Fremdkörper das Infektionsrisiko.
  • Die Infektion wird außerdem begünstigt durch eine Unterkühlung, z.B. kalte Füße und nasse Badekleidung.
  • Weitere Ursachen für eine Blasenentzündung können Blasenkatheter, Schwangerschaft und Diabetes mellitus sein.
  • Eine geschwächte Immunabwehr kann zu ständig wiederkehrenden Blaseninfektionen führen.

Risken - Blasenentzündung bei Kindern und Säuglingen:

  • Bei Kindern ist die Blasenentzündung die zweithäufigste Infektion, nur Atemwegsinfekte treten noch häufiger auf. Von Kindern, im Alter von einem Monat bis zu elf Jahren, erkranken drei Prozent der Mädchen und ein Prozent der Jungen an einer symptomatischen Blasenentzündung. Eine wiederholte Infektion tritt bei 30 bis 40 Prozent der Fälle auf.
  • Besonders gefährdet sind Säuglinge während der Windelperiode, da hier Blasenentzündungen symptomlos oder symptomarm verlaufen. Es ist deshalb schwierig, die Erkrankung früh genug zu erkennen, was wiederum häufig zu Komplikationen wie einer Nierenbeckenentzündung führt.

Risken - Blasenentzündung bei Frauen:

Begünstigt werden Blasenentzündungen speziell bei Frauen durch
  • Geschlechtsverkehr (so genannte Flitterwochen-Zystitis; Englisch: „Honeymoon Cystitis“)
  • Hormonelle Störungen, beispielsweise ein Östrogenmangel nach den Wechseljahren wie auch eine Veränderung des Hormonhaushalts in der Schwangerschaft.
  • Im Laufe einer Schwangerschaft verändert sich das Milieu der Scheide (statt sauer wird es dann basisch) und das hat zur Folge, dass sich krankmachende Bakterien leichter ansiedeln können. Zudem kann während der Schwangerschaft, aufgrund der Grösse der Gebärmutter, der Abfluss des Urins beeinträchtigt sein.
  • In der Schwangerschaft wird vermehrt das Gelbkörperhormon (Progesteron) ausgeschüttet, das zu einer Weitstellung der Harnleiter führt und so ein Aufsteigen der Infektion in die Nieren begünstigt.
  • Bei Frauen kann eine Erkrankung von Eierstöcken oder Gebärmutter (z.B. Senkung der Gebärmutter oder Scheide) vorliegen, die eine wiederkehrende Blasenentzündung verursachen.
  • Komplizierte Harnwegsinfekte (Harnröhrenentzündung oder Urethritis, Scheidenentzündungen oder Kolpitis) können Ursache der Beschwerden sein.

Risken - Ursachen der Blasenentzündung bei Männern:

Männer erkranken sehr selten an Harnblasenentzündungen, da zum einen die Distanz zwischen After und Harnröhrenmündung die Besiedlung von Keimen kaum ermöglicht und zum anderen die Länge der Harnröhre die Wanderung der Keime erschwert.
  • Die häufigste Ursache einer Blasenentzündung beim Mann ist eine Vergrösserung der Vorsteherdrüse (Prostata), die meist nach dem 50. Lebensjahr auftritt und zu einer Abflussstörung des Harns führt.
  • Blasenentzündungen bei Männern können aber auch durch Entzündungen der Harnröhre, der Vorsteherdrüse (Prostataentzündung, Prostatavergrößerung) oder durch eine Geschwulst (Tumor) oder Steine verursacht werden.

Symptome:

  • Typisch ist ein häufiger Harndrang (Pollakisurie) mit geringen Urinmengen sowie das schmerzhafte und erschwerte Wasserlassen (Dysurie).
  • Gelegentlich kommt es zu krampfartigen Schmerzen oberhalb des Schambeins.
  • Harnblasenentzündungen laufen in der Regel fieberfrei ab.
  • In seltenen Fällen ist der Urin blutig, dies ist ein Hinweis auf eine stärkere Ausprägung der Blasenentzündung.
  • Im Gegensatz dazu treten beim Übergreifen der Entzündung auf die Nieren, beziehungsweise das Nierenbecken, Temperaturen über 38°C und Schmerzen in der Lendengegend auf. Zudem ist das Allgemeinbefinden beeinträchtigt. Bei Verdacht einer Nierenbeckenentzündung ist baldmöglichst der Hausarzt aufzusuchen, da ein Fortschreiten der Entzündung zu schweren, irreversiblen Nierenschäden führen kann.

Komplikationen:

  • Bei unbehandelten Blasenentzündungen kann es durch das weitere Eindringen von Bakterien von der Blase über die Harnleiter zu den Nieren zu einer Nierenbeckenentzündung kommen.
  • Eine weitere mögliche Folge ist die Schrumpfblase. Sie stellt den Endzustand einer chronischen Blasenentzündung dar. Dabei verkleinert sich die Blase insgesamt, die Blasenwände werden starr. Eine ihrer Folgen ist die Harnsperre – das Unvermögen, die Harnblase spontan zu entleeren.
  • Chronische Entzündungen der Harnblase können außerdem das Risiko steigern, an einem Harnblasenkrebs zu erkranken.

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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
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