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Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), Nierengewebsentzündung, Entzündung der Nieren Drucken
Letzte Aktualisierung ( Samstag, 2. August 2008 )

Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis), Nierengewebsentzündung, Entzündung der Nieren

STW: Pyelonephritis

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Der Begriff Pyelonephritis bezeichnet eine gleichzeitige Entzündung des Nierenbeckens und des Nierengewebes. Das Nierengewebe umgibt das Nierenbecken nach aussen - hier produzieren die Nierenkörperchen den Urin und leiten ihn ins Nierenbecken. Das Nierenbecken im inneren Teil der Niere bildet den ersten Teil des harnableitenden Systems und leitet den Urin über den angeschlossenen Harnleiter in die Harnblase.
Der im Volksmund übliche Begriff der Nierenbeckenentzündung entspricht zwar vom Krankheitsbild der Pyelonephritis, berücksichtigt aber nicht, dass es sich immer um eine Entzündung von Nierenbecken und Nierengewebe handelt.
Eine Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) entsteht auf dem Blutweg durch eine Streuung von Bakterien oder durch eine aufsteigende Infektion über die Harnwege. Eine solche Entzündung kann ein- oder beidseitig auftreten.
Man unterscheidet eine akute von einer chronischen Form. Die chronische Form ist ein lang andauernder Entzündungsprozess, der zu Nierenversagen führen kann.
Im Säuglingsalter sind vorwiegend Knaben betroffen, während bis zum 60. Lebensjahr mehr Frauen an einer Infektion der ableitenden Harnwege erkranken. Ab dem 60. Lebensjahr erkranken beide Geschlechter etwa gleich häufig.

Ursache:

Eine Nierenbeckenentzündung wird meist durch über den Harnleiter aufsteigende Bakterien ausgelöst.
In bis zu 80 Prozent ist das so genannte Bakterium Escherichia coli der ursächliche bakterielle Erreger. Weitere bakterielle Erreger sind Proteus, Klebsiella, Enterobacter, Pseudomonas, Serratia und Citrobacter.
Seltener wird sie durch auf dem Blutweg eingeschwemmte Bakterien verursacht.

Risken für die Erkrankung an einer Nierenbeckenentzündung:

  • Bestehende Erkrankungen im Harnröhren- und Blasenbereich (zum Beispiel Harnröhrenverengung, Blasenfunktionsstörung): Durch eine Abflussstörung kommt es zum so genannten Restharn in der Harnblase. Dadurch kann es zu Entzündungen (Harnwegsinfekt) kommen, die sich aufsteigend in einen Harnleiter ausbreiten können und dann eine Pyelonephritis verursachen können.
  • Vorliegen einer Blasenfunktionsstörung: Durch eine unvollständige Entleerung oder Harninkontinenz kann es zu Restharn in der Harnblase kommen. Restharn kann Entzündungen und Infektionen begünstigen, die sich bis in die Nieren ausbreiten können.
  • Steine oder Urinabflussstörung aus der Niere: Erkrankungen des Harnsystems, wie Nierensteine oder Steine der Blase.
  • Geschlechtsverkehr: Bei Frauen besteht beim Geschlechtsverkehr die potenzielle Gefahr einer Pyelonephritis. Diese Gefahr ergibt sich aus den anatomischen Gegebenheiten - bei Frauen befindet sich die Harnröhrenmündung in Scheidennähe. Über die kurze Harnröhre der Frau können Bakterien (z.B. Chlamydien) leichter in die Blase, Harnleiter und Niere gelangen.
  • Durchführung ärztlicher Untersuchungen und Behandlungen an den Harnwegen (zum Beispiel Blasenspiegelung, Blasenoperation): Das Risiko einer aufsteigenden Infektion ist selten. Trotz steriler Bedingungen können Bakterien über den anatomischen Weg (Blase - Harnleiter - Niere), eine entzündliche Erkrankung von Nierenbeckensystem und Nierengewebe verursachen.
  • Blasenverweilkatheter: Im Alter nimmt die Abwehrkraft der Schleimhäute des Urogenitaltraktes ab und liegende Blasenverweilkatheter begünstigen die Einwanderung von Bakterien in den Harntrakt. Blasenverweilkatheter können bei älteren Menschen eingesetzt werden, wenn eine Blasenentleerungsstörung oder eine Harninkontinenz vorliegt. Bedingt durch diese Gefahr der aufsteigenden Infektion, wird die ärztliche Indikation eines Blasenverweilkatheters sehr streng gestellt.
  • Blasenentzündung: Oft liegt primär eine akute Blasenentzündung vor, und dann breitet sich das entzündliche Geschehen über den Harnleiter zur Niere aus.

Symptome:

Die Symptome können sehr stark variieren.

Akute Nierenbeckenentzündung

  • Typischerweise tritt bei der akuten Form plötzlich ein schweres Krankheitsgefühl auf.
  • Die Erkrankung geht meist mit Fieber und Schüttelfrost einher, zum Teil mit nicht klar abzugrenzenden Bauchschmerzen.
  • Die Patienten leiden häufig unter schmerzendem Harndrang und einem Flankenschmerz über der betroffenen Niere. Es ist vor allem die Flanke der betroffenen Niere äußerst schmerzhaft, wenn man sie mit den Handkanten beklopft. Der Schmerz ist dumpf, kann aber auch krampfartig sein.
  • Meist bestehen auch Beschwerden beim Wasserlassen ähnlich der Blasenentzündung.
  • Ist als Folge einer Nierenbeckenentzündung der Darm gelähmt, kommt es zu Brechreiz oder Verstopfungen.
  • Die Betroffenen leidet wie bei anderen größeren Entzündungen auch unter Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit.
  • Die Nierenfunktion ist bei der akuten Form nicht eingeschränkt.

Chronische Nierenbeckenentzündung

  • Die chronische Nierenbeckenentzündung verursacht hauptsächlich während eines Schubes Beschwerden.
  • Die Erstsymptome der chronischen Nierenentzündung sind durch die Symptome der akuten Erkrankung gekennzeichnet.
  • Gelegentlich kommt es zu einem symptomlosen Verlauf bis zum Eintritt des Nierenversagens.
  • Im Allgemeinen klagen Patienten über Kopf- und Rückenschmerzen, Müdigkeit sowie verminderte Leistungsfähigkeit.
  • Nur ein Teil der Patienten gibt schmerzhaften und vermehrten Harndrang während der Nacht an.
  • Chronische Pyelonephritiden führen nach einiger Zeit zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion.
  • Da die Niere unter anderem auch an der Blutbildung beteiligt ist, bekommt der Betroffene mit der Zeit eine Anämie, die sich in Blässe äußert.
  • Der Urin bekommt eine trüb/rötliche Färbung.
  • Ausscheidungspflichtige Substanzen können nicht mehr so gut über die Niere abgegeben werden. Das kann unter anderem zu Müdigkeit führen. Auch kann die verminderte Flüssigkeitsausscheidung zu etwa 30% zum Bluthochdruck führen.
  • Mit der Zeit geht die Beeinträchtigung bis zur Niereninsuffizienz (langsamer Verlust der Nierenfunktion bis hin zum Nierenversagen).

Komplikationen:

  • Eine akute Nierenbeckenentzündung muss sehr ernst genommen werden, da sich die Erkrankung ausweiten und chronisch werden kann.
  • Eine Ausweitung der Entzündung kann zur Streuung von Bakterien über das Blut und zu einer Sepsis (Blutvergiftung) führen.
  • Als weitere Komplikation kann sich ein Abszess bilden, der mit starkem Flankenschmerz und hohem Fieber einhergeht.
  • Der Verlauf der chronischen Entzündung kann bis zum Nierenfunktionsverlust (Niereninsuffizienz) führen.

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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
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