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Nierensteine (Nephrolithiasis), Nierenkolik, Harnsteine, Harnleitersteine (Urolithiasis) Drucken
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Januar 2007 )

Nierensteine (Nephrolithiasis), Nierenkolik, Harnsteine, Harnleitersteine (Urolithiasis)

STW: Nephrolithiasis

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Nierensteine (Harnsteine) bestehen aus Salze, die im Harntrakt auskristallisierten. Diese schwer löslichen Stoffe können sehr klein sein (z.B. Nierengriess), sie können aber auch sehr groß werden (z.B. vier Zentimeter grosser Nierenbeckenausgussstein).

Innerhalb der beiden Nieren besteht ein Hohlsystem, das den frisch gebildeten Urin auffängt. Durch Nierenkelche fliesst der Urin in ein Sammelbecken (Nierenbecken). Durch den Harnleiter gelangt der Urin weiter in die Blase. Steine entstehen in der Regel nicht erst in der Blase, sondern bereits im Hohlsystem innerhalb der Nieren.
Nierensteine sind unterschiedlich gross, ihr Durchmesser beträgt wenige Millimeter bis über vier Zentimeter. Ausgelöst durch eine chronische Infektion können grosse Ausgusssteine Teile des Hohlsystems der Niere (Kelche, Nierenbecken) ausfüllen.
Bewegliche Steine werden manchmal im Harnleiter eingeklemmt, so dass sie den Urinabfluss vorübergehend blockieren. Dies löst äusserst schmerzhafte Koliken aus, krampfartige Leibschmerzen, die oft von Übelkeit oder Erbrechen begleitet werden.

Das Nierensteinleiden ist relativ häufig verbreitet, ungefähr eine von 100 Personen erkrankt an einem Nierenstein. Ab dem dritten Lebensjahrzehnt treten Nierensteine häufiger auf. Männer sind öfter betroffen als Frauen.

Ursache:

  • Die Ursache einer Steinbildung ist nicht für alle Steinarten vollständig geklärt, ebenso gibt es unterschiedliche Aussagen über den eigentlichen Ort der Steinbildung.
  • Als allgemeine Faktoren, die eine Entstehung der Steine begünstigen, sind jedoch die Lebensweise des einzelnen Menschen, Stoffwechselerkrankungen, und therapeutische Maßnahmen, wie die Einnahme von Medikamenten, zu nennen.
  • Grundprinzip ist die Übersättigung, d. h. der jeweilige Stoff, aus dem ein Stein zusammengesetzt ist, findet sich in erhöhter Konzentration im Urin.
    • Kalziumsteine treten häufig bei Menschen auf, die an einer Überfunktion der Nebenschilddrüse, und somit an einem so genannten Hyperparathyreoidismus leiden.
    • Die Entstehung der Oxalatsteine ist im Wesentlichen von der Ernährung abhängig. Oxalsäure wird vor allem mit Spinat, Erdnüssen und Schokolade aufgenommen und dementsprechend auch vermehrt ausgeschieden.
    • Für die Entstehung der Harnsäuresteine ist die Harnsäure verantwortlich. Diese ist das Endprodukt des so genannten Purinstoffwechsels. Die Ausscheidung der Harnsäure wird beeinflusst durch die Aufnahme von purinhaltiger Nahrung - vor allem Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Spinat und Pilze - und die Einnahme von Medikamenten, die die Ausscheidung der Harnsäure steigern oder zur Bekämpfung von bösartigen Tumoren (Chemotherapie) eingesetzt werden. Bei Harnsäuresteinen ist auch eine erbliche Veranlagung möglich.
  • Gichtkranke Patienten, die eine erhöhte Konzentration an Harnsäure im Blut aufweisen, sind ebenfalls dafür prädestiniert, Harnsteine zu entwickeln.
  • Auch wer zu wenig trinkt, erhöht damit das Risiko, an einem Nierenstein zu erkranken (Dehydrierung).
  • Körperlich tätige Menschen entwickeln weniger oft Harnsteine als Menschen mit nur geringer körperlicher Aktivität.
  • Die Bildung von Harnsteinen und Nierensteinen wird begünstigt durch Entzündungen der Niere und der ableitenden Harnwege sowie bei nervlich bedingten Blasenentleerungsstörungen.

Symptome:

Die Symptome bei den verschiedenen Steinen sind unterschiedlich und reichen von leichten Beschwerden bis zu heftigsten kolikartigen Schmerzen.
  • Nierenkolik:
    • Beim Auftreten von größeren Nierensteinen kann es zu starken Schmerzen kommen, wenn die Steine vom Nierenbecken in den Harnleiter wandern. Diese stechenden Schmerzen werden Nierenkoliken genannt.
    • Eine Nierenkolik kann bis 60 Minuten anhalten und während dieser Zeit nach unten wandern.
    • Die Steinwanderung im Harnleiter führt zu einer typischen Veränderung des Schmerzbildes.
    • Tritt dieser tiefer, kommt es zu einer Verlagerung des Hauptschmerzes von der Flanke in die Leiste, bis in den Hodensack bzw. in die grosse Schamlippe.
    • Die Schmerzen verschwinden, wenn der Nierenstein die Blase erreicht hat.
  • Neben einem unbestimmten Druckgefühl können Nierensteine aber auch ständige, ziehende Beschwerden im Bereich des Nierenlagers verursachen.
  • Durch Schleimhautschädigungen können leichte Blutungen (Mikrohämaturie und Makrohämaturie) hervorgerufen werden.
    • Mikrohämaturie bedeutet, dass in geringen Mengen rote Blutkörperchen (Erythozyten) im Urin ausgeschieden werden. Rote Blutkörperchen sind normalerweise im Urin nicht vorhanden. Die Menge der roten Blutkörperchen ist allerdings so gering, dass sie nicht zu Farbveränderungen des Urins führt und nur in einer Urinuntersuchung festzustellen ist.
    • Im Gegensatz zur Mikrohämaturie ist bei einer Makrohämaturie eine Rotfärbung des Urins festzustellen, die schon mit dem bloßen Auge sichtbar wird. Die Rotfärbung des Urins ist darauf zurückzuführen, dass in größeren Mengen rote Blutkörperchen im Urin vorhanden sind.
  • Verlässt ein Stein seine ursprüngliche Position, kann es zu Abflussbehinderungen kommen, mit dem Resultat eines Harnstaus mit folgendem Rückstau in die Niere verursacht werden. Eine Gewebezerstörung in der Niere mit Funktionsverlust ist hier die Folge.

Komplikationen:

  • Nierensteine können in der Blase liegenbleiben und dort als Blasenstein weiter anwachsen. Blasensteine reizen die Schleimhaut der Harnblase und können eine Blasenentzündung verursachen.
  • Eine weitere Komplikation von Nierensteinen ist die Harnwegsentzündung, die bis in die Niere aufsteigen, und zur massiven Bakterienausschwemmung in Urin und Blut führen kann (Urosepsis). Die Urosepsis ist für den betroffenen Patienten lebensbedrohlich.
  • Ist der Harnleiter durch einen großen Stein blockiert, so staut sich der Harn zurück bis in die Niere, und führt dort zu einer Stauungsniere (Hydronephrose) mit Schädigung der organischen Strukturen und der Nierenfunktion.

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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

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