Start - Gesundheitsportal und Arztsuche Österreich Gesundheitsportal und Arztsuche Österreich www.klinikum.at - Wer macht was in Österreich
HOME
ARZTSUCHE
ÄRZTEVERZEICHNIS
INFO für Ärztinnen / Ärzte
ÄRZTE in Österreich SCHULMEDIZIN - KLASSISCHE MEDIZIN
Allgemeinmedizin
Augenheilkunde
Chirurgie (Allg.)
Dermatologie (Allg.)
Frauenheilkunde (Allg.)
Hals-Nasen-Ohren HNO
Infektiologie
Innere Medizin
Kinder- Jugendärzte
Lungenärzte
Neurochirurgie
Neurologie
Nuklearmedizin
Orthopädie
Physio und Rehabilitation
Plastische Chirurgie
Psychiater
Radiologen
Unfallchirurgie
Urologie
Zahnärzte
medHELP GUIDE's - Wer-macht-Was? - Therapie, Diagnostik
Arterien und Venen
Ästhetische Medizin
Bewegungsapparat
Hautkrankheiten
Herz und Blutdruck
Schmerzen
Med. Fachgebiete + Krankheiten
Augenarzt
Chirurgie (Operation)
Dermatologe (Hautarzt)
Frauenärzte
HNO (Hals,Nase,Ohren)
Homöopathie (klassisch)
Innere Med. (Internist)
Lungenarzt, Pulmologe
Neurochirurgie
Neurologe (Nervenarzt)
Nuklearmedizin
Orthopädie
Sexualmedizin
Unfallchirurgie
Urologie (Urologen)
ZAHNÄRZTE
Wahlärzte
Lungenembolie (Pulmonale Embolie, Pulmonalembolie) Drucken
Letzte Aktualisierung ( Montag, 1. Januar 2007 )

Lungenembolie (Pulmonale Embolie, Pulmonalembolie)

STW: Lungenembolie

Zu den bei medHeLP eingetragenen Ärztinnen und Ärzte


Unter einer Lungenembolie versteht man den plötzlichen Verschluss einer Lungenarterie durch ein verschlepptes Blutgerinnsel (Thrombus). Diese entstehen meist (etwa 95%) in den tiefen Bein- oder Beckenvenen. Löst sich dieser Thrombus, so wird er mit dem Blutstrom weiterbefördert. Da die Venen zu immer dickeren Gefäßen zusammenlaufen, die im Herzen münden, besteht die Gefahr des Gefäßverschlusses erst dort wieder, wo die Gefäße sich erneut verzweigen; dies geschieht in den Lungengefäßen. Dort kann der Thrombus unterschiedlich große Areale des Lungenarteriensystems verstopfen. Wesentlich seltener sind Fett-, Luft- und sonstige Lungenembolien (z. B. Fruchtwasserembolien).

Ursachen:

  • Die Lungenembolie entsteht durch Verschleppung von Blutgerinnseln , die in Waden-, Oberschenkel- oder Beckenvenen entstehen, seltener in der oberen Hohlvene oder dem rechten Herzen, und sich in der Lunge absetzen.
  • Meist ist die Lungenembolie die Folge einer tiefen Bein- oder Beckenvenenthrombose , man spricht dann von einer Thromboembolie. Diese Venenthrombosen kommen durch längere Immoblisation nach Operationen, während langen Reisen (Flüge, Busfahrten), bei bösartigen Tumorerkrankungen, Übergewicht und Herzinsuffizienz (unzureichende Funktion des Herzens aus verschiedensten Gründen) zustande, beziehungsweise bilden die Risikofaktoren thromboembolischer Erkrankungen.

Selten auftretende Ursachen für eine Lungenembolie sind:

  • verschleppte Fettpartikel, die im Rahmen von Knochenoperationen oder einer Fettabsaugung aus kosmetischen Gründen in die Venen gelangen
  • Fruchtwassermengen, die bei Kaiserschnitt-Operationen in die Venen gelangen können
  • Luft infolge der Verletzung grösserer Venen, durch die Luft angesaugt werden kann oder durch Injektion von Luft mit Spritzen. Auch über zentrale Venenkatheter, die in der oberen Hohlvene liegen, kann Luft angesaugt werden, wenn die Katheter nicht sachgemäss verschlossen sind.
  • Ebenfalls können Luftembolien bei Tauchern auftreten, wenn sie aus grösserer Wassertiefe zu schnell an die Oberfläche auftauchen. Der unter Überdruck vermehrt im Blut gelöste Sauerstoff bildet dann Bläschen, die ähnlich wie bei Öffnen einer Sprudelflasche aufsteigen und Blutgefässe verstopfen können
Darüber hinaus besteht ein Zusammenhang zwischen vererbbaren Erkrankungen, die mit einer erhöhten Gerinnungsbereitschaft einhergehen und einem erhöhten Lungenembolierisiko. Solche Erkrankungen sind zum Beispiel der AT-III-, Protein-C-, Protein-S-Mangel, der Faktor-V-Leiden-Mangel. Diese Substanzen hemmen normalerweise die Gerinnung des fliessenden Blutes in den Blutgefässen. Sind sie vermindert, so kommt es zur Verklumpung von Blutkörperchen.

Symptome:

Eine Lungenembolie kann sowohl unbemerkt verlaufen als auch einen schweren Schock mit Todesfolge bewirken. Kleine Lungenembolien verursachen keine Krankheitszeichen. Der Anteil kleinerer Lungenembolien bei Patienten mit tiefer Beinvenenthrombose beträgt zirka 50 Prozent.

Kommt es zu einer Verlegung grösserer Lungenarterien oder Lungengefässabschnitte, wird die Lungenembolie als mittelschwer bis schwer beurteilt.

Die Einteilung der Schweregrade erfolgt in vier Kategorien (nach Greenfield).


  • Lugenembolie Grad 1
    Verschlossen sind kleine Endäste der Lungenstrombahn, es kommt nur kurzzeitig zu Krankheitszeichen wie Luftnot, Schmerzen im Brustkorb, eventuell verbunden mit Bluthusten, Fieber oder einem Rippenfellerguss. Der Blutdruck ist normal, ebenso die Anteile von Sauerstoff und Kohlendioxyd im Blut.
  • Lugenembolie Grad 2
    Hier sind Segmentarterien verschlossen, die Krankheitszeichen entsprechen denen des Stadiums 1, setzen akut ein und halten länger an. Die Atmung ist beschleunigt, da der Sauerstoffanteil im Blut verringert, Kohlendioxyd erhöht ist. Der Blutdruck kann normal oder leicht erniedrigt sein.
  • Lugenembolie Grad 3
    In diesem Stadium sind entweder ein Lungenarterienast oder mehrere Lappenarterien der Lunge verstopft. Die Krankheitszeichen entsprechen denen des Grades 2, sind aber ausgeprägter und werden von Zeichen des Herz-Kreislauf-Schocks begleitet. Diese Schockzeichen bestehen in einem stark erniedrigten Blutdruck mit Angst, Unruhe und Herzrasen. Schwere Luftnot wird durch einen Sauerstoffmangel bei gleichzeitig deutlich erhöhtem Kohlendioxydanteil im Blut hervorgerufen.
  • Lugenembolie Grad 4
    Im schwersten Stadium der Lungenembolie kann der Schock zu einem Herz-Kreislauf-Versagen mit lebensbedrohlich erniedrigtem Blutdruck führen. Hierzu kommt es, wenn grosse Teile der Lungenstrombahn, nämlich eine Lungenarterie und mehrere Lappenarterien durch Blutgerinnsel verlegt sind. Der Gasaustausch, also die Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlendioxyd durch die Lunge sind stark eingeschränkt und der Druck in den noch offenen Lungenarterien deutlich erhöht.
Sollten die Krankheitszeichen einer Lungenembolie auftreten, ist die sofortige Vorstellung in einer Klinik oder die Krankenhauseinweisung erforderlich. Notfalls muss der Notarzt konsultiert werden. Auf keinen Fall sollte sich der Betroffene abwartend verhalten!

Komplikationen:

Die Folgen der Lungenembolie sind von der Größe der Embolie und von der Grundkrankheit abhängig. Je größer ein Gerinnsel ist, desto größer wird auch die Gefährlichkeit einer Lungenembolie. Eine massive Lungenembolie kann durch den Verschluss eines großen Lungengefäßes und den erheblichen Gewebszerfall des Lungengewebes die Atmung so stark reduzieren und das Herz innerhalb kurzer Zeit dermaßen überlasten, dass es zum plötzlichen Tode kommt.
  • Rechtherzversagen
    • durch Überlastung des rechten Herzens können lebensgefährliche Herzrythmusstörungen entwickeln, insbesondere bei hochgradigen Lungenembolien
    • immer wiederkehrende kleine Lungenembolien führen zu einem schleichenden Rechtsherzversagen mit ebenfalls ungünstiger Prognose
  • Brustfellentzündung (Pleuritis) durch schlechte Durchblutung
  • Absterben (Nekrose) des nichtdurchbluteten Lungenteiles (Lungeninfarkt) - Folge kann ein blutiger Husten sein
  • Lungenentzündung (Pneumonie)

Zu den bei medHeLP eingetragenen Ärztinnen und Ärzte

Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
MEDIZINZENTREN AMBULATORIEN INSTITUTE
Ärzte- Ordinationszentren
Ästhetik - Medizin-Zentren
Chirurgie - Op.-Zentren
Geburtshilfe Zentren
Innere Medizin - Zentren
MRT und CT Institute
Orthopädische Zentren
SCHMERZSPEZIALISTEN
Radiologische Zentren
SEXUALMEDIZIN
Zahnheilkunde Zentren
KRANKENHÄUSER, Kliniken, Pflegeheime und Sanatorien
Kuranstalten / Kurzentren
Privatkliniken
ö.Spitäler (KH,Geriatrie)
Krankheitszeichen Beschwerden
Atemnot (Luftnot)
Bauchschmerzen
Blasenschwäche
Bluthochdruck
Durchfall
Erkältung / Grippe
Fieber
Herzrhythmus (Puls)
Herzschmerzen
Husten (chronisch)
Kopfschmerzen
Nierenschmerzen
Psoriasis
Rückenschmerzen
Übergewicht
Unterleibschmerz (F)
Unterleibschmerz (M)
Zahnfleischentzündung
Zittern (Tremor)
Krankheiten Beschreibungen
Allergien
Augenkrankheiten
Frauenkrankheiten
Gehirn & Nerven
Hals-Nasen-Ohren
Hautkrankheiten
Herz, Gefäße, Kreislauf
Infektionen (Viren, ...)
Lungenkrankheiten
Männerkrankheiten
Nieren- u. Harnsystem
Psyche & Sucht
Schilddrüse
Schmerzen
Skelett,Muskel,Gelenk
Sonstige Erkrankungen
Unfall - Verletzung
Verdauungssystem
Zahnkrankheiten
Untersuchungen Diagnostik
Allgem. Untersuchung
Haut - Diagnostik
Herz & Kreislauf
Labor - Diagnostik
Radiologie-Diagnostik
Schilddrüse
Venen
Verdauungssystem
Gesunde Lebensart Vorsorge
Ernährung - Medizin