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FSME (Frühsommer Meningo Enzephalitis) - Zecken-Hirnhautentzündung, Zeckenvirus-Enzephalitis Drucken
Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 14. Januar 2007 )

FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) - Zecken-Hirnhautentzündung, Zeckenvirus-Enzephalitis

STW: FSME

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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, ist eine Hirnhaut- und Gehirnentzündung, die durch FSME-Viren verursacht wird. Als Enzephalitis bezeichnet man allgemein eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Diese betrifft bevorzugt oder ausschließlich das Hirngewebe. Die Erkrankung kann sowohl die Hirnhäute miteinbeziehen, man spricht dann von einer Enzephalo-Meningitis, als auch auf das Rückenmark übergreifen, was zu einer Enzephalo-Myelitis führt.
Die Viren werden durch den Stich der Schildzecke (Ixodes ricinus) auf den Menschen übertragen. FSME gehört neben der Borreliose zu den wichtigsten durch Zecken übertragenen Infektionen in Mitteleuropa. Betroffen sind in den letzten Jahren vor allem ungeimpfte Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten.

Der einzig wirksame Schutz ist die FSME-Impfung:

Neben allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche ist die sicherste Möglichkeit, einer FSME-Erkrankung vorzubeugen, die aktive Immunisierung (Impfung). Da in Österreich die Gefahr von infizierten Zecken in allen Bundesländern besteht, wird die FSME-Impfung möglichst allen empfohlen. Auch Touristen sollten an eine rechtzeitige Impfung denken.

Ursache:

Die FSME wird durch das FSME-Virus verursacht. Dieses Virus der Gruppe der Flaviviren befindet sich in den Speicheldrüsen infizierter Schildzecken. In Mitteleuropa ist der Hauptüberträger die Zeckenspezies Ixodes ricinus , der Holzbock. Jede Zecke kann den Erreger beim Blutsaugen aufnehmen und weiter übertragen.

Freizeitaktivitäten in der Natur sind die häufigste Ursache für eine FSME-Erkrankung. Viele Menschen verbringen ihre Freizeit im Grünen mit Ausflügen, Wanderungen, oder Sport. Ein Spaziergang im Park oder Joggen kann schon ausreichen, um eine Zecke mit nach Hause zu nehmen. Jeder, der sich in der freien Natur aufhält oder im eigenen Garten, ist stark gefährdet, von einer Zecke gestochen zu werden.

An einer FSME kann man in jedem Alter erkranken: Kinder genauso wie Erwachsene.

Symptome und Verlauf:

Bei einem Stich einer infizierten Zecke, geschieht die Infektion in zirka 70 Prozent der Fälle ohne Symptome.

Bei ungefähr 30 Prozent kommt es ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich einer infizierten Zecke (der natürlich nicht in jedem Fall bemerkt und erinnert wird) zu grippeartigen Beschwerden mit erhöhter Temperatur, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen und manchmal auch Magen-Darm-Beschwerden. Diese Symptome verschwinden nach wenigen Tagen. Für die meisten Patienten ist die Krankheit zu diesem Zeitpunkt bereits vorbei und sie bleiben vermutlich lebenslänglich immun gegen das Virus.

Hat die Krankheit das zentrale Nervensystem befallen, führt die Infektion nach einem beschwerdefreien Intervall von 1 bis 20 Tagen zu einem zweiten Krankheitsschub:

Meningitis (Hirnhautentzündung)

  • Bei einer reinen Hirnhautentzündung sind Fieber, starke Kopfschmerzen und schmerzhafte Nackensteifigkeit charakteristische Krankheitszeichen.
  • Zusätzlich können Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit, Reizbarkeit und Mattigkeit auftreten. Innerhalb weniger Wochen heilt die Meningitis folgenlos aus.

Meningoenzephalitis (Entzündung der Hirnhäute und des Hirngewebes)

  • Bei der Meningoenzephalitis kommt es zusätzlich zu diesen Symptomen häufig zu Bewusstseinsstörungen, die von leichter Benommenheit bis zum Koma reichen können. Ein Teil der Betroffenen leidet darüber hinaus an Ataxie (Störungen der Bewegungskoordination), Lähmungserscheinungen, Tremor (Zittern) und selten auch an Doppelbildern oder Gesichtslähmung.
  • Der Krankheitsverlauf ist langwieriger als bei der Meningitis; nach etwa einem Vierteljahr sind aber die meisten Patienten wieder gesund oder berichten lediglich über relativ geringfügige Beschwerden wie gelegentliche Kopfschmerzen, raschere Ermüdbarkeit oder leichte Konzentrations- und Gedächtnisstörungen.

Meningoenzephalomyelitis (Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns und des Rückenmarks)

  • Die Meningoenzephalomyelitis nimmt einen dramatischen und schweren Krankheitsverlauf. Die Betroffenen haben immer - zum Teil hochgradige - Lähmungserscheinungen von Armen und Beinen, meist auch eine schwere Bewusstseinsstörung und Koordinationsstörungen. Aufgrund einer Lähmung der Schluck- und Atemmuskulatur muss ungefähr die Hälfte der Erkrankten maschinell beatmet werden.
  • Diese Verlaufsform der FSME heilt nur in Ausnahmefällen folgenlos aus. Bei den meisten Patienten bleiben unterschiedlich stark ausgeprägte Lähmungen der Extremitäten zurück, die bis hin zur völligen Pflegebedürftigkeit führen. In einzelnen Fällen kann auch die Lähmung der Schluck- und Atemmuskulatur anhaltend und so schwer sein, dass diese Patienten dauerhaft maschinell beatmet werden müssen. Demgegenüber sind bleibende Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit sehr viel seltener und weniger schwer.

Kinder und Jugendliche erkranken überwiegend (ca. 2/3 der Fälle) an einer stets folgenlos ausheilenden Meningitis, seltener an einer Enzephalitis, die fast immer ebenfalls einen gutartigen Verlauf nimmt.
Mit zunehmendem Lebensalter verläuft die Erkrankung häufiger als Enzephalitis und seltener als harmlose Meningitis.

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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.
 
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