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Durchfall - Diarrhoe - Gastroenteritis Drucken
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 15. Mai 2007 )

Durchfall - Diarrhoe - Gastroenteritis

STW: Durchfall, Zusatz-STW: Verdauungssystem_164


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Einleitung:

Unter Durchfall versteht man einen gehäuften flüssigen Stuhlgang (mehr als drei ungeformte Stuhlentleerungen pro Tag) sowie eine erhöhte Stuhlmenge (mehr als 400 Gramm pro Tag). Je nach Wassergehalt ist der Stuhl weich, breiig oder flüssig. Durchfall ist Ausdruck einer gereizten oder entzündlich veränderten Darmschleimhaut. Man unterscheidet zwischen akutem Duchfall (Tage bis drei Wochen) und chronischem Durchfall (länger als drei Wochen).

Ursachen:

Bei akuten Durchfall:
  • Infektionen (in über 50% der Fälle sind Viren - überwiegend (mehr als 96%) Noroviren - die Ursache)
  • Lebensmittelvergiftung
  • Medikamente (z.B. Antibiotikatherapie)
  • Reisedurchfall (in etwa 80 Prozent der Fälle Bakterien als Ursache)
Bei chronischen Durchfall:
  • Reizdarm (Colon irritabile)
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa , Morbus Crohn)
  • Chronische Darminfektionen (z.B. durch Amöben, Lamblien, Clostridium dificile)
  • Glutenunverträglichkeit (Zöliakie, Sprue)
  • Milchzuckerunverträglichkeit (Laktose-Intoleranz)
  • Hormonelle Störungen (z.B. ungenügende Funktion der Bauchspeicheldrüse, Schilddrüsenüberfunktion )
  • Tumoren , Geschwülste
  • Missbrauch von Abführmitteln

Mögliche zusätzliche Beschwerden:

  • Bauchkrämpfe, Fieber, Schwäche (kommen bei akuten infektiösen Durchfällen durch Shigellen, Campylobacter, Yersinien, Clostridium difficile, Amöben etc. vor)
  • Vorwiegend wässerige, häufige Durchfälle ohne Fieber (kommen bei akuten infektiösen Durchfällen durch Vibrio Cholerae, Salmonellen, toxinbildende Escherichia coli, Lamblien, Viren etc. vor)
  • Blutige Durchfälle (kommen gehäuft bei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn vor, können aber auch bei Magen-Darm-Blutungen und bei bösartigen Tumoren auftreten)
  • Häufige, flüssige Durchfälle bei eher verminderter Gesamtstuhlmenge (können auf eine Darmgeschwulst oder einen Darmtumor hinweisen)
  • Hoher Flüssigkeitsverlust, gefolgt von Austrocknung mit zunehmender Schwäche (gefährdet sind vor allem Kleinkinder und ältere Menschen, sodass unter Umständen eine Spitaleinweisung nötig ist, um weiteren Flüssigkeitsverlust zu stoppen)

Komplikationen:

  • Normalerweise verläuft eine Gastroenteritis gutartig, sie heilt im Allgemeinen von selbst aus.
  • Verkürzt wird der Krankheitsverlauf durch eine eingehaltene Diät.
  • Komplikationen treten meist nur bei Säuglingen, Kleinkindern, alten und immungeschwächten Patienten auf.
  • Bei einer Darminfektion ist der Anteil des Wassers im Stuhl deutlich erhöht. Dieses Wasser wird dem Körper entzogen und kann für den Körper ein großes Problem darstellen, da eine Austrocknung (Exsikkose) möglich ist. Die erzeugten Giftstoffe und der Flüssigkeitsverlust sind verantwortlich für eine Kreislaufschwäche und die eingeschränkte Funktion des Gehirns (Müdigkeit, Stimmungstief, Kopfschmerzen). Der niedrige Blutdruck kann für Stürze und kurze Ohnmachten verantwortlich sein. Oft bestehen Schwierigkeiten bei der Regulation des Wärmehaushalts: Besonders bei Kindern ist auf eine optimale Kleidung zu achten, um die Körperwärme gleichmäßig zu halten. Weiterhin kommt es zum gleichzeitigen Verlust von wichtigen Mineralstoffen und einer Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts im Körper. Zeichen, die darauf hinweisen, sind in leichten Fällen Durst, trockener Mund, verminderte Schweißabsonderung und verminderte Harnausscheidung.
  • Bei schweren Fällen kommt es zu Desorientiertheit, Blutdruckabfall, Herzfrequenzbeschleunigung und Kopfschmerzen sowie zu muskulärer und nervöser Erregbarkeit. Dieses Zusammenwirken kann in schlimmsten Fällen einen Kreislaufkollaps oder ein Nierenversagen zur Folge haben.
  • Bei bakteriellen Infektionen können die Erreger die Schleimhaut des Darms durchdringen, was zu einer Ausschwemmung in die Blutbahn und in das Lymphsystem führt. Von dort aus können die Bakterien andere Organe befallen und sie schädigen.
Der Flüssigkeitsverlust kann in drei Schweregrade eingeteilt werden:
  1. Beim leichten Flüssigkeitsverlust beträgt die Volumenabnahme des Körperwassers weniger als fünf Prozent des Körpergewichts. Die Symptome sind gering: Meist tritt verstärkter Durst auf, eventuell sind die Schleimhäute trocken. Die Elektrolytkonzentration und der pH-Wert (Säure-/Basenwert) sind normal.
  2. Ein mittelschwerer Flüssigkeitsverlust ist von einem fünf- bis zehnprozentigen Volumenverlust gekennzeichnet. Der Betroffene klagt über ein ausgeprägtes Durstgefühl und leidet unter verminderter Urinausscheidung. Die Haut kann so trocken werden, dass beim Anheben der Haut Falten zurückbleiben können, die sich nur langsam glätten. Im Blut sind die Werte der Harnsäure und des Kreatinins (Abbauprodukte von Eiweißen) erhöht. Der pH-Wert pegelt zwischen den Skalenwerten niedrig bis normal; der Hämatokritwert (relativer Anteil der festen Blutbestandteile) ist erhöht, wodurch die Entstehung von Thromboembolien (Blutgerinnselbildung bzw. -verschleppung) begünstigt wird.
  3. Wenn die Volumensenkung mehr als zehn Prozent des Körpergewichtes beträgt, spricht man von einem schweren Flüssigkeitsverlust. Urin wird nicht mehr ausgeschieden; möglicherweise kommt es zu Schockzuständen und zur Bewusstseinseintrübung. Die Augäpfel sinken in die Augenhöhlen zurück und angehobene Hautfalten bleiben lange stehen.


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Wichtiger Hinweis:
Die angegebenen Krankheitszeichen (Symptome) werden sehr häufig bei der Diagnose zu dieser Erkrankung beobachtet. Jedoch kann diese Erkrankung auch ohne bzw. mit anderen Krankheitszeichen vorliegen. Sollten Sie an ähnlichen Krankheitszeichen wie beschrieben leiden, dürfen Sie nicht daraus schließen, dass diese Erkrankung auf sie zutrifft.
Fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt! Bei nahezu allen Erkrankungen ist eine frühzeitige Erkennung und damit die rasche ärztliche Intervention für den Heilungserfolg von größter Bedeutung.

Die Informationen bzw. Krankheitsbeschreibungen von www.medhelp.at ersetzen nicht die Betreuung, Beratung und Versorgung durch Ärzte, Krankenhäuser, Apotheker und anderen Leistungserbringern. Alle Informationen sind unverbindlich und für Patienten gedacht, die allgemeine medizinische und gesundheitliche Fragen haben. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen wird, trotz gewissenhafter Prüfung, jede Haftung ausgeschlossen. Ebenso kann für Fehler bei der Übermittlung im Internet keinerlei Gewähr übernommen werden.


 
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